Die Europäische Zentralbank (EZB) wendet sich laut einem Bericht der Financial Times gegen den EU-Plan, einen milliardenschweren Kredit für die Ukraine aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten zu finanzieren. Wie die Zeitung schreibt, lehnt die EZB es ab, die geplante Zahlung in Höhe von rund 140 Milliarden Euro abzusichern.
ARNE DEDERT / KEYSTONE
Die Zentralbank sei zu dem Schluss gekommen, dass der Vorschlag der EU-Kommission gegen ihr Mandat verstosse. Damit wird es für Brüssel schwieriger, den sogenannten Reparationskredit aufzunehmen, der durch die blockierten Guthaben der russischen Zentralbank gedeckt sein sollte.
Auch die belgische Regierung stellt sich gemäss dem Bericht gegen den Plan. Belgien befürchtet rechtliche Risiken und mögliche Gegenmassnahmen Moskaus. Laut der EU-Aussenbeauftragten Kaja Kallas hatten sich alle EU-Mitgliedstaaten grundsätzlich bereiterklärt, die Risiken zu teilen.