Europas Medien haben eine neue Lichtgestalt gefunden im Ringen gegen den bösen Viktor Orbán: Péter Magyar. Kann er Ungarns Ministerpräsidenten besiegen?
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Europas Medien haben eine neue Lichtgestalt gefunden im Ringen gegen den bösen Viktor Orbán: Péter Magyar. Kann er Ungarns Ministerpräsidenten besiegen?

Im vergangenen Jahr begnadigte die damalige Staatspräsidentin Katalin Novák einen Pädophilie-Beihelfer. Justizministerin Judit Varga stimmte zu. Das blieb unbemerkt, bis Medien daraus vor den Europawahlen ein Thema machten. Novák und Varga traten zurück.

Was damals niemand ahnte: Daraus entstand ein neuer Rivale um die Macht, der Viktor Orbán bei den Wahlen 2026 besiegen möchte. Er heisst Péter Magyar und ist der geschiedene Mann von Ex-Justizministerin Varga. Als sie zurücktrat, trat er in den Ring.

Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.
People listen to the speech of Peter Magyar during the debate in Budapest, Thursday May 30, 2024, ahead of the European Parliament elections, The debate, where the leaders of 11 party lists running in the June 9 elections, is the first to be broadcast by Hungary's public media since 2006, while protesters outside demonstrated against the public broadcaster that is hosting the event
Copyright 2024 The Associated Press. All rights reserved.

Sein Erfolgsgeheimnis: Er behauptet, als Vargas Ex-Mann Korruption und Machtmissbrauch der Regierungspartei Fidesz von innen erlebt zu haben. Seine damalige Frau nahm er heimlich auf mit vordergründig belastend klingenden Mutmassungen, Regierungsmitglieder hätten in ein Korruptionsverfahren eingegriffen. Das hat sich nicht bestätigen lassen.

Tag für Tag postet Magyar bissige Texte auf Facebook. Das wird von den Medien aufgegriffen. Damit ist er ständig in den Schlagzeilen. Wer Orbán nicht mag und von der ewig impotenten Linksopposition genervt ist, ist mittlerweile zu Magyars neuer Tisza-Partei übergelaufen. Damit haben die Wähler selbst die bisher zersplitterte Opposition vereint: indem sie statt für die alten fünf bis sechs Oppositionsparteien für Tisza stimmten. Bei den Europawahlen kamen so auf Anhieb 29,6 Prozent zusammen und sieben Europaabgeordnete.

Magyar ist der erste ungarische Politiker, der fast ausschliesslich durch seine provokative Nutzung von Facebook zu einem politischen Machtfaktor wurde. Für einen Wahlsieg 2026 braucht er mehr: Kompetent wirkende Führungspersönlichkeiten, Geld, ein Regierungsprogramm, Parteiniederlassungen im ganzen Land, rund 200 Kandidaten für die Parteiliste und die 106 Wahlkreise. Und Medien – noch wird er umschwärmt von den regierungskritischen Medien, aber das kann sich ändern.

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