Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die jüngsten Angriffe auf den Iran verteidigt und vor einer Bedrohung durch das iranische Raketen- und Atomprogramm gewarnt. Bei einem Besuch in der nordmazedonischen Hauptstadt Skopje sagte Rutte, der Iran stehe kurz davor, sich nukleare Fähigkeiten und ballistische Raketen zu beschaffen.
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Dies stelle nicht nur eine «existenzielle Bedrohung» für Israel dar, sondern auch eine grosse Gefahr für Europa, erklärte der Nato-Chef. Gleichzeitig betonte er, dass die Nato selbst nicht an den Angriffen beteiligt sei. Zudem wies Rutte Berichte zurück, wonach US-Präsident Donald Trump das Bündnis um eine Beteiligung gebeten habe.
Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, äusserte zuvor eine andere Einschätzung. Die Behörde sehe im Iran derzeit kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen, sagte Grossi. Zugleich schloss er nicht aus, dass Militärschläge auf Informationen beruhen könnten, die der IAEA nicht vorliegen.