«Extrem kontraproduktiv»: Frauenministerin Prien warnt vor Pauschalverurteilung von Männern bei Gewalt-Debatte
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Extrem kontraproduktiv»: Frauenministerin Prien warnt vor Pauschalverurteilung von Männern bei Gewalt-Debatte

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
«Extrem kontraproduktiv»: Frauenministerin Prien warnt vor Pauschalverurteilung von Männern bei Gewalt-Debatte
«Extrem kontraproduktiv»: Frauenministerin Prien warnt vor Pauschalverurteilung von Männern bei Gewalt-Debatte
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Bundesfrauenministerin Karin Prien warnt vor Pauschalverurteilungen von Männern in der Debatte über Gewalt gegen Frauen. Dies sagte die CDU-Politikerin im Interview der Zeit.

Prien erklärte: «Ich möchte wirklich davor warnen, zu sagen: Alle Männer sind so.» Dies sei «erstens falsch, und zweitens halte ich das für extrem kontraproduktiv». Zugleich plädierte sie dafür, die Perspektive von Männern stärker zu berücksichtigen. «Es ist an der Zeit, mal zu fragen: Wie geht es eigentlich den Männern, welche Vorbilder haben die Jungen, und wie können wir dafür Sorge tragen, dass sie sich in der Gleichstellungsdebatte gesehen und auch gerecht behandelt fühlen?»

ANNETTE RIEDL / KEYSTONE
Bundesfrauenministerin Karin Prien an einer Pressekonferenz in Berlin
ANNETTE RIEDL / KEYSTONE

Die Ministerin betonte, strukturelle Ursachen von Gewalt müssten benannt werden. «Trotzdem muss man sich dringend davor hüten, alle Männer in einen Topf zu werfen.» Kritik äusserte sie auch an Entwicklungen im Feminismus: «Es entsteht der Eindruck, Männer würden nur noch wie defizitäre Frauen behandelt, die ohne Widerrede das volle feministische Programm vertreten sollen.»

Mit Blick auf den Schutz von Frauen sagte Prien, gesetzliche Massnahmen allein reichten nicht aus. «Wer keine Empathie empfindet gegenüber Frauen, wer glaubt, sich über sie erheben zu können, den werden auch Gesetze nicht ändern.»

Zugleich verwies sie auf einen Anstieg geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt. «Wir sehen gerade bei jungen Männern, auch bei den deutschen, dass die sich in erheblichem Umfang wieder Gewalt als Mittel der Kommunikation in einer Partnerschaft vorstellen können.» Daher brauche es auch strengere Gesetze.

Für mehr Gleichstellung sei entscheidend, dass «wir die Männer mitnehmen». Zur Aussage «Die Scham muss die Seiten wechseln» sagte Prien: «Die Scham ist noch zwischen den Seiten unterwegs und sicher noch nicht bei allen angekommen.»

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.