Louis Klamroth verteidigt das ZDF nach der Ausstrahlung von KI-generierten Bildern im «heute journal» und lobt den Umgang des Senders mit dem Vorfall. Im Podcast «Apokalypse und Filterkaffee» sagte der ARD-Moderator, der Fehler sei «im Nachrichtenbereich noch mal ärgerlicher», entscheidend sei aber die Reaktion. Das ZDF sei «exzellent» damit umgegangen.
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In der «heute journal»-Ausgabe vom Sonntagabend waren nach Senderangaben offenkundig KI-generierte Bilder zur Illustration von Methoden der US-Migrationsbehörde ICE gesendet worden. Zudem zeigte die Redaktion eine authentische Szene aus einem anderen Zusammenhang aus dem Jahr 2022. Zunächst sprach das ZDF von technischen Problemen «bei der Überspielung des Beitrags».
Am Dienstagabend unterbrach ZDF-Nachrichtenchefin Anna Gellinek die Sendung «in eigener Sache». Sie bekannte sich zu einem «Doppelfehler, den wir nun sorgfältig aufarbeiten und der besonders schmerzt». Die Zuschauerinnen und Zuschauer bat sie «ausdrücklich um Entschuldigung». Der Beitrag habe nicht den «hohen Standards» der Redaktion entsprochen.
Klamroth verwies im Podcast auf die transparente Aufarbeitung. «Anne Gellinek hat das im ‹heute journal› transparent aufgearbeitet, es gab eine klare Entschuldigung, sogar einen eigenen Beitrag zu der Einordnung.» Zugleich kritisierte er andere Medien: «Es gibt Medien, die verbreiten Unsinn, und dann kommt gar nichts oder ein Halbsatz im Kleingedruckten.» Das ZDF kündigte einen «Massnahmenkatalog» mit strengeren Verifikationsabläufen und zusätzlichen verpflichtenden Schulungen an.