EZB-Präsidentin Christine Lagarde tritt Spekulationen über einen vorzeitigen Rücktritt von ihrem Posten entgegen. Dem «Wall Street Journal» sagte sie: «Daher gehe ich davon aus, dass dies bis zum Ende meiner Amtszeit dauern wird.» Zuvor hatte es Berichte gegeben, wonach Lagarde die Europäische Zentralbank (EZB) vor dem regulären Ende ihrer Amtszeit im Oktober 2027 verlassen könnte.
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«Wenn ich auf all die Jahre zurückblicke, denke ich, dass wir viel erreicht haben, dass ich viel erreicht habe», sagte Lagarde der Zeitung. Nun müsse sichergestellt werden, dass dies wirklich solide und zuverlässig sei. Einen Bericht der «Financial Times» über konkrete Rücktrittspläne wollte sie demnach nicht direkt kommentieren.
Der Bericht hatte neue Spekulationen ausgelöst. Demnach erwäge Lagarde, die EZB noch vor der französischen Präsidentschaftswahl im April 2027 zu verlassen. Hintergrund seien Sorgen, dass Rechtspopulisten die Wahl gewinnen und die Neubesetzung der EZB-Spitze erschweren könnten.
Eine Sprecherin der Notenbank teilte zur Wochenmitte auf Anfrage mit: «Präsidentin Lagarde konzentriert sich voll und ganz auf ihre Aufgabe und hat noch keine Entscheidung über das Ende ihrer Amtszeit getroffen.» Im vergangenen Jahr hatte es noch geheissen, Lagarde sei «entschlossen, ihre Amtszeit zu Ende zu führen».
Lagarde trat ihr Amt am 1. November 2019 als Nachfolgerin von Mario Draghi an. Die Amtszeit der EZB-Präsidentin oder des EZB-Präsidenten beträgt acht Jahre und endet regulär Ende Oktober 2027.