«Im Sog der Verschwörungstheorien: Wenn Misstrauen das Weltbild prägt»: Schon der Titel der Reportage von SRF im Rahmen der «Fakt oder Fake»-Themenwoche machte klar, in welche Richtung es gehen sollte. Ein Sog ist eine Kraft, die willenlose Leute in die Tiefe zieht.
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Das war es dann auch, was SRF-Reporter Donat Hofer suggerieren wollte. 34 Minuten lang stellt er Leute bloss, die nicht alles glauben, was Regierung und traditionelle Medien erzählen. Dabei spannt er einen Bogen von der Chemtrail-These bis zu den Kritikern der Corona-Massnahmen.
Zu Wort kommen unter anderem zwei Mitarbeiter der Zeitschrift «Die Freien», die in der Corona-Zeit entstanden ist. In einem Interview mit dem TV-Sender Hoch2 schildern Roman Westermann und Christian Schmid Rodrigues nun ausführlich, wie es dazu gekommen ist, dass sie sich überhaupt zur Teilnahme an der Reportage bereit erklärt haben.
In einem Mail von SRF, das sie präsentieren, wurde ihnen «gegenseitiges Zuhören» und «Begegnungen auf Augenhöhe» versprochen. Der Filmbeitrag solle zum gegenseitigen Verständnis unter Andersdenkenden beitragen.
Stattdessen werden die freiwilligen Protagonisten im Film als paranoid oder schlicht als Spinner dargestellt. Die Basis dafür: SRF ignoriert weiterhin alle Erkenntnisse und Enthüllungen aus der Corona-Zeit und tut so, als wären Massnahmen und Impfkampagne wissenschaftlich erhärtet das Mass aller Dinge gewesen.
Es gehe nicht um links und rechts oder die persönliche Einstellung, sondern nur um Fakten, «huere banal», sagt Donat Hofer an einer Stelle des Films. Nur schienen ihn die Fakten gar nicht zu interessieren.
Wie Westermann und Schmid Rodriguez sagen, hat man den Reporter vorab mit Informationen bedient, die er dann nicht weiter beachtet hat. Stattdessen gab er freimütig zu, weder kritische Wissenschaftler wie Sucharit Bhakdi noch die geleakten Dokumente aus dem Robert-Koch-Institut überhaupt zu kennen.
Immerhin gibt es nun diese Erkenntnis aus der «Fakt oder Fake»-Themenwoche: SRF versteht unter Fakten einzig die eigene Berichterstattung. Und wer sie in Zweifel zieht, der ist eben ein «Verschwörungstheoretiker».