Rund die Hälfte der Schweizer Familien wünscht sich stärkeren Kinderschutz im Internet sowie ein Handy-Verbot an Schulen. Dies geht aus dem veröffentlichten Familienbarometer von Pro Familia Schweiz und dem Vorsorgeversicherer Pax hervor.
Demnach wünschen sich 47 Prozent der Teilnehmer mehr Unterstützung durch Schulen im Umgang mit sozialen Medien. 44 Prozent sprechen sich zudem für gesetzliche Beschränkungen aus.
Christian Beutler/Keystone
Gleichzeitig geben viele Eltern an, sich beim Umgang ihrer Kinder mit digitalen Medien sicher zu fühlen. 57 Prozent der Befragten erklärten, sie könnten ihre Kinder beim Umgang mit Handy, Internet und sozialen Netzwerken eher gut begleiten. Weitere 30 Prozent stimmten dieser Aussage vollständig zu.
Regional zeigen sich Unterschiede: In der Deutschschweiz beschäftigt das Thema soziale Medien laut Studie 27 Prozent der Familien stark. In der Westschweiz sind es 13 Prozent, im Tessin 10 Prozent. Dort steht hingegen das Thema Jugendgewalt stärker im Fokus.
Grösste Sorge bleibt jedoch weiterhin die finanzielle Situation. Wie bereits in den Vorjahren nennen viele Familien Krankenkassenprämien und steigende Preise als wichtigste Belastungen. Besonders im Tessin werden die Prämien häufig als Problem genannt, während steigende Lebenshaltungskosten vor allem im Tessin und in der Westschweiz als zentrales Thema gelten.
Weniger als die Hälfte der Befragten gab an, dass ihr Haushaltseinkommen für das Familienleben ausreichend sei. Fast ebenso viele erklärten, das Einkommen reiche nur knapp aus, während sieben Prozent angaben, es reiche nicht.
Mit Blick auf die Zukunft zeigen sich viele Familien pessimistisch. Rund drei Viertel der Befragten erwarten, dass sich die allgemeine Situation in der Schweiz in den kommenden drei Jahren eher oder deutlich verschlechtern wird.