Wolfgang Kubicki will FDP-Parteivorsitzender werden – Christian Dürr zieht sich zurück
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Wolfgang Kubicki will FDP-Parteivorsitzender werden – Christian Dürr zieht sich zurück

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FDP-Chef Christian Dürr verzichtet auf eine erneute Kandidatur und macht damit den Weg für Wolfgang Kubicki an die Parteispitze frei. Dürr sagt der Bild-Zeitung: «Ich habe keinen Zweifel daran, dass die FDP wieder erfolgreich sein wird. Die Voraussetzung ist eine geschlossene Formation. Ich leiste meinen Beitrag dazu, unterstütze Wolfgang Kubicki und werde nicht antreten.»

Michael Kappeler/DPA/Keystone
Wolfgang Kubicki vor der FDP-Bundeszentrale in Berlin
Michael Kappeler/DPA/Keystone

Auslöser ist die angekündigte Kandidatur Kubickis, der als langjähriger Vize und prägende Figur der Partei gilt. Mit dem Rückzug will Dürr eine Kampfabstimmung am Parteitag vermeiden und die Geschlossenheit der FDP sichern. Kubicki würdigte den Schritt als «hochanständig» und sprach von einem Signal für den gemeinsamen Willen zum Erfolg.

Die Entscheidung fällt in eine Phase erheblichen Drucks auf die Liberalen. Nach deutlichen Verlusten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz und dem Verpassen des Wiedereinzugs in beide Parlamente steht die Parteiführung vor einer Neuaufstellung. Dürr hatte ursprünglich angekündigt, diesen Prozess selbst zu führen, zieht nun aber die Konsequenzen.

Mit Kubickis Kandidatur verschieben sich die Kräfteverhältnisse innerhalb der Partei. Er steht für eine stärkere Rückbesinnung auf marktwirtschaftliche Kernthemen und eine klarere Abgrenzung vom Regierungskurs. Gleichzeitig bleibt Konkurrenz bestehen: Auch der nordrhein-westfälische Landeschef Henning Höne hält an seiner Bewerbung fest.

Der Bundesparteitag im Mai dürfte damit zur Richtungsentscheidung werden. Für die FDP geht es um nicht weniger als die politische Neuaufstellung nach einer Serie von Wahlniederlagen.

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