Fifa-Präsident Gianni Infantino hat bestätigt, dass die iranische Fussballnationalmannschaft an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko teilnehmen und ihre Spiele wie vorgesehen auch in den Vereinigten Staaten austragen wird. Dies berichtet die Nachrichtenagentur AFP.
Infantino hatte das iranische Team am Dienstag beim Länderspiel gegen Costa Rica in der türkischen Hauptstadt besucht. Bilder seines zuvor nicht angekündigten Besuchs veröffentlichte er später auf Instagram. Darauf ist zu sehen, wie er Spieler und Funktionäre des Iran begrüsst, Gespräche führt und Autogramme gibt.
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Mit seiner Aussage widerspricht Infantino Überlegungen des iranischen Fussballverbandes. Dieser hatte wegen des Krieges zwischen Iran sowie den USA und Israel Gespräche mit der Fifa geführt, um Vorrundenspiele aus den US-Städten Los Angeles und Seattle nach Mexiko zu verlegen. Nach Infantinos Darstellung steht eine solche Verlegung nicht mehr zur Debatte.
Bei einem Vorrundenspiel hielten iranische Spieler während der Nationalhymne Bilder von Kindern in die Kameras, die im Iran-Krieg getötet worden sein sollen. Die Partie selbst gewann der Iran deutlich mit 5:0 gegen Costa Rica.
Fifa-Präsident Gianni Infantino sagte bereits im Februar der Weltwoche, dass Sport «nicht ausschliessen» solle, und strebt an, auch Russland auf die Bühne des Weltfussballs zurückzubringen.