Die Schweiz verbietet nach dem Flammen-Inferno in Crans-Montana das Zünden von Pyrotechnik in öffentlich zugänglichen Innenräumen.
Das zuständige Interkantonale Organ Technische Handelshemmnisse (IOTH) erklärte, das landesweite Verbot gelte ab dem 1. April. Behördenchef Jean-François Steiert sagte der Nachrichtenagentur AFP, betroffen seien «die Innenräume von Einrichtungen», die für die Öffentlichkeit zugänglich sind.
Neben dem Verbot sollen auch die Brandschutzvorschriften verschärft werden. Künftig sollen die Regeln präziser festlegen, wie häufig Kontrollen durchgeführt werden und welche Qualitätsstandards dabei gelten müssen. Die laufende umfassende Überarbeitung der Schweizer Brandschutzbestimmungen wird dafür um mehr als ein Jahr bis Oktober 2027 verlängert.
Auslöser der Massnahmen ist eine Brandkatastrophe in der Silvesternacht im Walliser Skiort Crans-Montana. In der Bar «Le Constellation» waren dabei 41 Menschen ums Leben gekommen, 115 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer.