Foreign Affairs: Irans Ex-Aussenminister schreibt, wie sein Land den Krieg beenden kann
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Foreign Affairs: Irans Ex-Aussenminister schreibt, wie sein Land den Krieg beenden kann

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Foreign Affairs: Irans Ex-Aussenminister schreibt, wie sein Land den Krieg beenden kann
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Der frühere iranische Aussenminister Mohammed Dschawad Sarif dringt auf ein umfassendes Abkommen mit den USA, um den Krieg zu beenden. In einem Beitrag für die Zeitschrift Foreign Affairs schreibt Sarif, Teheran solle seine aus seiner Sicht günstige Position nutzen, um «den Sieg zu erklären» und eine Vereinbarung durchzusetzen, die sowohl das laufende Kräftemessen beende als auch einen neuen Krieg verhindere.

Ebrahim Noroozi/AP Photo/Keystone
Mohammad Dschawad Sarif an einer Medienkonferenz in Teheran
Ebrahim Noroozi/AP Photo/Keystone

Sarif, heute Professor an der Universität Teheran und einst Irans Chefdiplomat bei den Vereinten Nationen, beschreibt die Islamische Republik als widerstandsfähig und die USA sowie Israel als in einen Konflikt ohne Ausstiegsstrategie geraten. Zugleich warnt er vor einer Fortsetzung des Kriegs. Weitere Angriffe würden nach seiner Darstellung vor allem zivile Opfer, zerstörte Infrastruktur und eine gefährliche Ausweitung des Konflikts nach sich ziehen. Ein blosses informelles oder formelles Waffenstillstandsabkommen hält er deshalb für zu fragil. Nötig sei ein umfassender politischer Ausgleich.

Im Kern skizziert Sarif ein Paket aus gegenseitigen Zugeständnissen: Iran solle zusichern, keine Atomwaffen anzustreben, seine Uranbestände auf ein Niveau unter 3,67 Prozent herunterzumischen und das Zusatzprotokoll der Internationalen Atomenergiebehörde dauerhaft zu ratifizieren. Im Gegenzug müssten die USA sämtliche Sanktionen gegen Iran beenden, Resolutionen gegen Teheran aufheben helfen und den ungehinderten Verkauf iranischen Öls ermöglichen. Hinzu kämen die Wiederöffnung der Strasse von Hormus für den Handel, wirtschaftliche Zusammenarbeit, amerikanische Beiträge zum Wiederaufbau und ein permanenter Nichtangriffspakt.

Sarif argumentiert, Washington werde ein «Null-Anreicherung»-Ziel militärisch nicht durchsetzen können. Der Krieg habe vielmehr gezeigt, dass weder Bombardements noch Druckkampagnen Irans politische Ordnung brechen. Gerade deshalb, so seine Schlussfolgerung, sei jetzt der Moment für einen grossen Deal.

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