Gold in der Abfahrt am Samstag, Gold in der Team-Kombi am Montag, Gold im Super-G am Mittwoch – so etwas hat die Schweiz noch nie gesehen. Um 13.30 Uhr erhält Überflieger Franjo von Allmen aus Boltigen BE im Simmental aus den Händen des ehemaligen Schweizer Ruderers Denis Oswald (78), Mitglied des Olympischen Komitees, seine dritte Goldmedaille an den Spielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo.
Michael Buholzer/Keystone
Im Sieger-Interview sagt der Dreifach-Goldmedaillen-Gewinner auf SRF: «Ich glaube, ich checke selbst noch nicht ganz, was hier abgeht. Ich glaube, ich kann zufrieden nach Hause gehen. So die Spiele abschliessen zu können, ist unglaublich geil.»
Die Disziplin Super-G ist erst seit 1988 olympisch. Von Allmen ist der erste Schweizer Olympiasieger überhaupt.
Und: Der gelernte Zimmermann ist der erste Schweizer Skirennfahrer mit drei Goldmedaillen an Olympia.
Von Allmen ist nach dem Österreicher Toni Sailer (†1973) und dem Franzosen Jean-Claude Killy (82) erst der dritte Skifahrer auf dem Planeten, der dreimal Gold an denselben Olympischen Spielen holt. Sailer schaffte dies 1956 auch in Italien, Killy 1968 in seiner Heimat.
Auch von Allmens Teamkollege Marco Odermatt steht wie in der Teamkombi wieder mit auf dem Podest. Der Nidwaldner holt sich Bronze. Er sagt: «Am Ende des Tages eine Medaille bei Olympia, die musst du nehmen. Wenn du mit der Nummer 10 als Dritter ins Ziel kommst, rechnest du nicht mit einer Medaille.»