Der Hessische Verwaltungsgerichtshof erlaubt Anhängern der geschlossenen Imam-Ali-Moschee, auf einer Frankfurter Strasse eine mobile Moschee zu errichten. Wie die Bild-Zeitung berichtet, dürfen die Gemeindemitglieder donnerstags von 18.30 bis 21.00 Uhr zwei Fahrspuren für ihr Gebet nutzen. Die Stadt Frankfurt hatte die Versammlung für 2026 nicht mehr genehmigen wollen. Dagegen zogen die Veranstalter vor Gericht und erhielten Recht.
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Nach Angaben vor Ort errichten die Teilnehmer vier Pavillons, legen Teppiche aus und installieren Lautsprecher. An den Wänden sind Plakate mit dem Hinweis auf «Art. 4 GG» angebracht, der die Religionsfreiheit garantiert. Die eigentliche Moschee ist seit Juli 2024 geschlossen. Die damalige Bundesinnenministerin Nancy Faeser verbot das Islamische Zentrum Hamburg (IZH), zu dem auch die Frankfurter Imam-Ali-Moschee gehört.
Muhsin Abboud, der die Versammlung angemeldet hat, sagte: «Wir sind erleichtert, dass wir Recht bekommen haben und dass wir Vertrauen in deutsche Gerichte haben können. Wir fordern die Moschee zurück.»
Hessens Innenminister Roman Poseck erklärte: «Wir dürfen nicht zulassen, dass Verbotsverfahren unter dem Deckmantel der Versammlungsfreiheit unterlaufen werden. Es ist paradox, dass sich Gruppierungen auf Grundrechte berufen, die gleichzeitig unsere Grundwerte mit Füssen treten.»
Auf der gegenüberliegenden Strassenseite versammelten sich iranische Gegendemonstranten. Sie riefen unter anderem: «Mullahs, verpisst Euch, keiner vermisst Euch.» Eine Teilnehmerin sagte: «Das ist keine normale Moschee, das ist ein islamistisches Zentrum. Die werden direkt vom Iran gesteuert.»