Die französische Schauspielerin Brigitte Bardot ist tot. Wie ihre Stiftung am Sonntag mitteilte, starb Bardot im Alter von 91 Jahren in Saint-Tropez. «Die Fondation Brigitte Bardot gibt mit grosser Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Brigitte Bardot, bekannt, einer weltweit bekannten Schauspielerin und Sängerin, die sich entschlossen hatte, ihre glanzvolle Karriere aufzugeben, um ihr Leben und ihre Energie dem Tierschutz und ihrer Stiftung zu widmen», hiess es in einer Erklärung.
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron würdigte Bardot als «eine Legende des Jahrhunderts». Sie habe «ein Leben in Freiheit verkörpert», schrieb er auf X.
Mit dem Film «Und immer lockt das Weib» wurde Bardot 1956 international berühmt. Sie drehte mehr als 50 Filme und arbeitete mit Regisseuren wie Jean-Luc Godard und Louis Malle. Als «B.B.» galt sie als Ikone der sexuellen Revolution – gefeiert für ihre freizügige Darstellung von Weiblichkeit und ihren eigenwilligen Lebensstil. «Ich habe mir von niemandem vorschreiben lassen, wie ich zu leben habe. Das entspricht meinem Naturell. Ich habe gemacht, was ich wollte», sagte sie einmal.
Anfang der 1970er-Jahre zog sich Bardot vollständig aus dem Filmgeschäft zurück und widmete sich dem Tierschutz.
Bardot lebte zuletzt zurückgezogen, geriet jedoch immer wieder durch politische Aussagen in die Kritik. Zwischen 1997 und 2008 wurde sie mehrmals wegen «Anstiftung zum Rassenhass» verurteilt. Ihre Äusserungen richteten sich unter anderem gegen Einwanderer und die politische Linke in Frankreich.