CDU-Frei drängt, SPD-Klingbeil bremst: Wehrpflicht-Debatte sorgt für Knatsch in der Koalition
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CDU-Frei drängt, SPD-Klingbeil bremst: Wehrpflicht-Debatte sorgt für Knatsch in der Koalition

Die Diskussion um eine mögliche Rückkehr zur Wehrpflicht sorgt für Spannungen in der Bundesregierung. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) forderte in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur eine schnelle Klärung, ob die notwendige Vergrösserung der Bundeswehr allein mit Freiwilligen erreicht werden kann. «Wir haben nicht die Zeit, bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag zu warten», zitiert ihn der Spiegel. Frei betonte, die schwarz-rote Koalition müsse festlegen, bis wann das Ziel von bis zu 240.000 Soldaten erreicht sein soll – und wann eine Strategieänderung notwendig werde. Zudem betont er, es sei «nur schwer vorstellbar», dass diese Zahl allein mit freiwilligen Diensten erreicht werden könne.

SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE
CDU-Frei drängt, SPD-Klingbeil bremst: Wehrpflicht-Debatte sorgt für Knatsch in der Koalition
SEBASTIAN GOLLNOW / KEYSTONE

Derzeit zählt die Truppe rund 181.000 Soldaten. Nach den neuen Nato-Vorgaben seien bis zu 60.000 zusätzliche Kräfte nötig, so die Zeitung Welt unter Berufung auf Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).

Lars Klingbeil lehnt eine Rückkehr zur klassischen Wehrpflicht hingegen ab. «Es wird keine Rückkehr zur alten Wehrpflicht geben, bei der alle jungen Männer eines Jahrgangs eingezogen werden», betonte der SPD-Chef laut Welt. Stattdessen setzt Klingbeil auf Anreize wie den kostenlosen Führerschein beim Bund und will die Bundeswehr attraktiver machen. Gleichzeitig sprach er sich laut Spiegel dafür aus, schon jetzt die Voraussetzungen zu schaffen, im Notfall verpflichtend einziehen zu können, falls sich nicht genug Freiwillige melden.

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