Erinnern Sie sich noch an die sogenannte Maskenaffäre? An diese beiden Jungunternehmer der Firma Emix, Luca Steffen und Jascha Rudolphi? Über Jahre hinweg wurden diese jungen Männer durch die Medien gereicht. Sie waren die «skrupellosen Profiteure», die angeblichen «Wucherer». Eine Kampagne der Vorverurteilung, eine regelrechte Hexenjagd wurde da veranstaltet – angeführt von einem journalistischen Mainstream, der sich in moralischer Selbstgerechtigkeit geradezu gesuhlt hat. Man wollte diese «Maskenmillionäre» am Boden sehen.
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Und nun kommt die Zürcher Staatsanwaltschaft – fünf Jahre hat es gedauert – und muss zähneknirschend feststellen: Alles eingestellt!
Nichts ist übriggeblieben von den hochtrabenden Vorwürfen des Wuchers. Die Staatsanwaltschaft schreibt: Es gab keinen Wucher, es gab keine Notlage, die ausgenutzt wurde. Im Gegenteil: Die Kunden haben sogar zu Protokoll gegeben, dass sie sich gar nicht ausgenutzt fühlten.
Dies kommt einem Zusammenbruch der moralischen Anklagebank gleich. Während die Weltwoche – fast als einzige Zeitung – von Anfang an gesagt hat: Halt mal, das sind findige Unternehmer, das sind Leute, die dort geliefert haben, wo der Staat, wo ein Herr Bundesrat Berset, damals Gesundheitsminister, und seine Bürokratie kläglich versagt haben! – da haben die anderen nur den Stab über sie gebrochen.
Diese Jungunternehmer haben eine Marktlücke entdeckt, sie haben Logistikketten aufgebaut, während Bern im Tiefschlaf versunken war. Und ja, sie haben dabei Geld verdient. Na und? In einer freien Marktwirtschaft ist das kein Verbrechen, sondern die Belohnung für Risiko und Tatkraft.
Den Herren Steffen und Rudolphi gebührt Gratulation zu diesem Sieg. Sie wurden durch den Schlamm gezogen, sie wurden als Kriminelle gebrandmarkt, und jetzt sind sie von der Staatsanwaltschaft von allen Vorwürfen entlastet worden.
