Papst Leo XIV. hat am gestrigen Karfreitag mit den Präsidenten Israels und der Ukraine telefoniert. Der Vatikan teilte dazu mit, man habe im Gespräch mit Isaac Herzog die Notwendigkeit bekräftigt, «alle möglichen Kanäle des diplomatischen Dialogs wieder zu öffnen», um den Konflikt zu beenden und einen «gerechten und dauerhaften Frieden im gesamten Nahen Osten» zu erreichen.
Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
Im Zentrum des Austauschs mit dem israelischen Staatsoberhaupt standen zudem der Schutz der Zivilbevölkerung sowie die Einhaltung des internationalen Völkerrechts. Der Vatikan verweist damit auf die anhaltende Eskalation im Nahen Osten und unterstreicht seine traditionelle Rolle als diplomatischer Vermittler ohne eigene Machtmittel, aber mit globalem Netzwerk.
Im separaten Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj lag der Fokus auf humanitären Fragen. Laut Mitteilung wurde die Dringlichkeit betont, der betroffenen Bevölkerung rasch und umfassend Hilfe zukommen zu lassen. Auch die Freilassung von Gefangenen sei Thema gewesen.
Zu Beginn des Gesprächs übermittelte der Papst Ostergrüsse und bekräftigte seine Nähe zum ukrainischen Volk. Der Vatikan sprach von einem «herzlichen Gespräch». Gleichzeitig habe man den Wunsch erneuert, dass mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft «so bald wie möglich» ein Ende der Kampfhandlungen erreicht werde.
Beide Telefonate folgen derselben Linie: Appelle an Diplomatie, humanitäre Hilfe und internationales Recht. Konkrete politische Initiativen wurden nicht bekanntgegeben. Wie wichtig Papst Leo XIV. als Brückenbauer ist, erklärt Historiker und Autor Michael Hesemann ausführlich im Gespräch mit der Weltwoche:
