Führerschein nach Schweizer Modell: Deutschland will Fahrausbildung mit privaten Begleitpersonen ermöglichen
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Führerschein nach Schweizer Modell: Deutschland will Fahrausbildung mit privaten Begleitpersonen ermöglichen

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Führerschein nach Schweizer Modell: Deutschland will Fahrausbildung mit privaten Begleitpersonen ermöglichen
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Deutschland prüft die Einführung von begleiteten Lernfahrten durch Laien nach Schweizer Vorbild. Verkehrsminister Patrick Schnieder fordert, «dass künftig auch Eltern oder andere Laien Fahrschüler begleiten dürfen».

Der Vorstoss zielt darauf ab, die hohen Kosten für den Führerausweis zu senken, die in Deutschland zuletzt bei durchschnittlich 3228 Euro lagen. Vorgesehen ist ein Modell mit klaren Auflagen: Begleitpersonen sollen seit mindestens sieben Jahren im Besitz eines Führerausweises sein, die Fahrschüler müssen Theorieprüfung und erste Fahrstunden absolviert haben.

Gaetan Bally/Keystone
Fahrlehrer bespricht nach der Fahrstunde das Gelernte mit einem Fahrschueler
Gaetan Bally/Keystone

Das Konzept ist in der Schweiz etabliert. Seit 2018 gilt eine einjährige Lernphase für unter 20-Jährige, verbunden mit einem Mindestalter von 17 Jahren für den Lernfahrausweis. Während dieser Zeit sind Fahrten mit privaten Begleitpersonen erlaubt. Studien und neue Zahlen deuten auf positive Effekte hin: Laut einer Evaluation des Bundesamts für Strassen sinkt die Unfallrate im ersten Jahr nach der Prüfung signifikant, die Verkehrssicherheit habe sich «mit hoher Wahrscheinlichkeit verbessert».

Ähnliche Erfahrungen zeigen sich in Österreich und Deutschland selbst beim begleiteten Fahren ab 17 nach bestandener Prüfung. Dort verursachen junge Fahrer nachweislich weniger Unfälle.

Kritik kommt von Fahrlehrerverbänden. Sie warnen vor fehlender Systematik und Risikobewusstsein bei Laien. «Laienausbildung ist oft ein Risiko», heisst es aus der Branche. Begleitpersonen würden häufig eigenes, nicht immer korrektes Fahrverhalten weitergeben.

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