Fünf-Punkte-Plan für den Golf: Werden China und Pakistan die neuen Friedensvermittler im Nahen Osten?
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Fünf-Punkte-Plan für den Golf: Werden China und Pakistan die neuen Friedensvermittler im Nahen Osten?

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Fünf-Punkte-Plan für den Golf: Werden China und Pakistan die neuen Friedensvermittler im Nahen Osten?
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China und Pakistan drängen im Golfkonflikt auf einen sofortigen Waffenstillstand und bringen Peking als möglichen Vermittler zwischen den USA und Iran ins Spiel. In einer gemeinsamen Erklärung nach Gesprächen in Peking heisst es: «China und Pakistan unterstützen die beteiligten Parteien bei der Aufnahme von Gesprächen» und fordern einen «sofortigen Waffenstillstand» sowie Verhandlungen «so bald wie möglich».

Facebook/Ministry of Foreign Affairs Islamabad
Wang Yi und Ishaq Dar bei Gesprächen in Peking
Facebook/Ministry of Foreign Affairs Islamabad

Die Initiative wurde bei Gesprächen zwischen dem chinesischen Aussenminister Wang Yi und seinem pakistanischen Amtskollegen Mohammad Ishaq Dar formuliert. Der gemeinsam präsentierte Fünf-Punkte-Plan konkretisiert die Forderungen deutlich: Erstens verlangen beide Länder ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen und ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe. Zweitens sollen so rasch wie möglich Friedensgespräche beginnen, unter Wahrung von Souveränität, territorialer Integrität und Sicherheit aller Staaten. Drittens fordern sie den Schutz von Zivilisten sowie ein Ende von Angriffen auf nichtmilitärische Ziele und kritische Infrastruktur wie Energie- und Atomanlagen. Viertens steht die Sicherung zentraler Handelsrouten im Fokus, insbesondere der freie und sichere Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus. Fünftens pochen China und Pakistan auf die Rolle der UNO und eine multilaterale Lösung auf Basis des Völkerrechts.

Pakistan versucht parallel, sich als Gastgeber möglicher Gespräche zu etablieren und prüft gemäss diplomatischen Quellen eine Rolle Chinas als Garant eines Abkommens.

Wie weit Peking tatsächlich gehen will, bleibt offen. Laut CNN stellen sich zentrale Fragen zur praktischen Umsetzung und zur Bereitschaft Chinas, sich tiefer in den Konflikt einzubringen. Beobachter gehen davon aus, dass China zwar als stabilisierende Kraft auftreten will, militärische Verpflichtungen jedoch meidet und eine direkte Konfrontation mit den USA vermeiden dürfte.

Auch die Signale aus Teheran sind widersprüchlich: Präsident Masoud Pezeshkian zeigt sich unter Bedingungen zu einem Ende der Kämpfe bereit, während Aussenminister Abbas Araghchi gleichzeitig von einer möglichen Fortsetzung des Kriegs über Monate spricht. Parallel laufen Gespräche zwischen regionalen Akteuren wie der Türkei, Saudi-Arabien, Ägypten und Pakistan.

Für China steht neben der Diplomatie die wirtschaftliche Stabilität im Zentrum. Der Konflikt belastet die Weltwirtschaft und trifft damit auch Pekings exportorientiertes Modell. Ob sich Peking im Nahostkonflikt als ernstzunehmender Vermittler positionieren kann, bleibt offen.

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