Unter dem Blickwinkel der Kampagnentechnik war die Aktion überaus erfolgreich: gegen eine halbe Million Unterschriften in zwei Tagen, fette Schlagzeilen in den Medien, Demonstration auf dem Bundesplatz, Druck auf das Parlament. SP-Nationalrätin und Ex-Juso-Präsidentin Tamara Funiciello und anderen Aktivistinnen «von ganz links» (NZZ) ist es gelungen, das Thema «Femizid» zuoberst auf die Agenda zu knallen.
«In welcher Welt werden Schafe besser geschützt als Frauen?», fragte Funiciello. Die in sozialen Medien geschickt eingefädelte Kampagne erweckte den Eindruck, als wolle der Nationalrat bei der Gewaltprävention für Frauen sparen.
Dumm nur: Das sind Fake News. Die NZZ zeigte die «Wahrheit» über dieser «koordinierte Empörungskampagne» vom äussersten linken Rand. Und selbst der linke Tages-Anzeiger berichtete von «linker Kritik» und Lärm um nichts.
Tatsache ist: Das Parlament spricht mehr Geld, nicht weniger. Von Sparen auf dem Buckel der Frauen kann keine Rede sein. Der Nationalrat will 1,5 Millionen Franken mehr ausgeben. Er «verzichtete aber knapp darauf, für Projekte gegen Gewalt gegen Frauen künftig vier statt drei Millionen Franken auszugeben», so die NZZ.
Das Geld fliesst an das in den letzten Jahren massiv ausgebaute Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann, das es dann an den Speckgürtel SP-naher NGOs, aber auch an andere staatliche Stellen verteilt. Die Sozialindustrie blüht.
Wenn es ihnen wirklich ernst wäre mit dem Schutz von Frauenleben, würden Funiciello und Co. keine Fake News verbreiten, sondern das Übel an der Wurzel anpacken.
Es ist bekannt: Bei der Gewalt gegen Frauen sind Ausländer statistisch massiv übervertreten. Die Linke sollte ihre tabuisierte, vorsätzlich vor der Realität die Augen verschliessende Ausländerpolitik überdenken, für Grenzkontrollen und eine Reform des Asylrechts eintreten und die Umsetzung der Ausschaffungsinitiative nicht länger blockieren. So könnte sie Leben retten. Aber sie macht lieber Empörungs- und Symbolpolitik.