Der von Trumps Team entworfene «Gaza Reconstitution, Economic Acceleration and Transformation Trust» (GREAT Trust) stösst – erwartungsgemäss – weltweit auf scharfe Kritik.
Der Plan sieht vor, dass die USA den Gazastreifen für zehn Jahre verwalten. In dieser Zeit soll das Gebiet in eine Art «Riviera des Nahen Ostens» verwandelt werden – mit High-Tech-Megastädten, Luxusresorts und einer massiven Modernisierung der Infrastruktur.
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Herzstück des Konzepts ist eine Umsiedlung weiter Teile der Bevölkerung, die durch finanzielle Anreize und Investitionsprogramme unterstützt werden soll. Der Plan setzt auf freiwillige Abwanderung von Palästinensern aus Gaza – entweder in ein anderes Land oder in gesicherte Zonen innerhalb des Streifens, wobei bisher unklar ist, welche Nationen die Palästinenser aus Gaza aufnehmen wollen.
Sicher ist laut Plan aber: Um die Umsiedlung zu fördern, sollen Palästinenser, die sich für eine Ausreise entscheiden, 5.000 US-Dollar in bar, vier Jahre lang mietfreies Wohnen an einem anderen Ort sowie Lebensmittel für ein Jahr erhalten.
Menschenrechtsorganisationen, Juristen und Medien erkennen darin «kolonialistische Untertöne» und «Verletzungen internationalen Rechts». Teile der israelischen Führung signalisieren zwar zögerlich Zustimmung, ohne ihn aber offiziell zu unterstützen. Aber die Mehrheit der internationalen Gemeinschaft, insbesondere arabische Staaten sowie Experten und NGOs, lehnen den Plan entschieden ab.
Seit Jahrzehnten fliessen Milliarden in humanitäre Hilfe, ohne dass sich die Lage der Menschen in Gaza nachhaltig verbessert hätte, weil die Gelder grösstenteils in Terror-Infrastrukturen «investiert» wurden . Der Trump-Plan bricht mit dieser Logik: Statt Dauerkrise soll Zukunft entstehen, statt Notunterkünften eine Skyline, statt Blockade eine offene Wirtschaftsregion.
Die Umsiedlung während der Aufbauphase mag hart klingen – doch sie ist der Preis für die Beseitigung des Terrors der Hamas, der das Leid über Gaza gebracht hat. Palästinenser würden nicht nur mit Bargeld, mietfreiem Wohnen und Versorgung unterstützt, sondern auch mit der Aussicht auf eine Rückkehr in ein Land, das nicht länger ein Krisengebiet, sondern ein Hotspot von Wohlstand ist.
Wenn Gaza diesen Wandel schafft, wäre das als Signal weit über Palästina hinaus spürbar: Hoffnung statt Stillstand, Modernisierung statt Radikalisierung, Wohlstand statt Krieg. Ein «Dubai des Mittelmeers» könnte nicht nur Gaza verändern, sondern zum Modell für den gesamten Nahen Osten werden – ein Beweis, dass Investition und Vision mehr erreichen können als Waffen und Ideologien.
Donald Trumps «GREAT Trust» ist ein kühner Entwurf für eine neue Realität. Wer Gaza heute sieht, denkt an Zerstörung, Elend und Blockade. Wer Gaza morgen sehen könnte, nach diesem Projekt, würde eine andere Welt betreten: eine Riviera des Nahen Ostens, mit Wolkenkratzern, Luxushotels, Yachthäfen und Technologiezentren.
So wie Dubai aus einem kleinen Wüstenhafen zu einer globalen Metropole wurde, so könnte auch Gaza aus Trümmern in die Moderne katapultiert werden – mit internationalem Kapital, modernster Infrastruktur und einer klaren Vision.
Die Kritiker verweisen auf die endlose Geschichte von Vertreibungen im Nahen Osten. Aber auch Juden aus arabischen Staaten haben nach ihrer Flucht oder Vertreibung eine neue Existenz in Israel aufgebaut – heute prägen sie dort Kultur, Wirtschaft und Politik entscheidend.
Warum sollte Gaza nicht denselben Weg gehen? Mit internationaler Unterstützung, Investoren aus aller Welt und einer klaren Entwicklungsstrategie könnten die heute Vertriebenen zu Pionieren einer neuen Metropole werden.
Trumps Gaza-Plan ist eine Wette auf die Zukunft. Wer ihn aber unterstützt, entscheidet sich gegen das ewige Weiter-So und für eine historische Chance: Gaza neu zu denken – nicht als Krisenherd, sondern als Leuchtturm einer Region, die endlich das Potenzial ihrer Menschen entfalten darf.
Die Frage ist deshalb nicht, ob dieser Plan Risiken birgt. Die Frage ist: Gibt es eine bessere Vision?