Vincenzo Mascioli, Staatssekretär für Migration, versuchte, Bedenken zu zerstreuen. Auf die Frage, ob der Spitzenbeamte aus dem Departement von Beat Jans sicher sei, dass die Schweiz mit den Begleitpersonen der Gaza-Kinder keine Verbrecher ins Land hole, antwortete Mascioli: «Wir können davon ausgehen, dass, falls Zweifel an der Sicherheit bestanden hätten, die Personen nicht nach Israel hätten einreisen können.»
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Doch wie wenig solche Aussagen wert sind, zeigt nun ein Fall aus Deutschland. Ein ZDF-Mitarbeiter im Gazastreifen wurde bei einem Angriff der israelischen Armee getötet. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten erklärte damals: «Es ist nicht hinnehmbar, dass Medienschaffende bei der Ausübung ihrer Arbeit angegriffen werden.» Jetzt stellt sich heraus, dass der Mann dem militärischen Flügel der Hamas angehörte. Der Staatssender hatte einen Terroristen bezahlt und beschäftigt, der damit auch das Bild der Zuschauerinnen und Zuschauer über den Krieg mitprägte.
Der Fall zeigt, wie vorsichtig ein Land und seine Entscheidungsträger sein sollten. Mit der Gaza-Aktion könnten dieser Tage Personen in die Schweiz geholt werden, die viele Probleme verursachen. Ein schwacher Trost: Wir wissen, wer dafür verantwortlich ist.