Auf die Frage, welches das schönste je produzierte Automobil der Geschichte ist, wird man – je nachdem, wem sie gestellt wird – unterschiedliche Antworten bekommen. Aber es ist schwer vorstellbar, dass unter den drei erstgenannten Autos nicht der Citroën DS vorkommt. Und während ein Jaguar F-Type beispielsweise, der ebenfalls bei den meisten ganz oben stehen dürfte, ein ausgesprochen ästhetisches Fahrzeug war, ging es bei der DS schon in den 1950er Jahren um mehr: Diesem Automobil kam nicht nur wegen der innovativen Form der Karosserie, sondern auch wegen der fortschrittlichen Technologie eine besondere Rolle als Ikone des Aufbruchs in die Moderne zu. Heute ist DS Automobiles eine eigene Marke, und der französische Hersteller hat es geschafft, auf fast schon mirakulöse Art und Weise den Markenkern zu bewahren. Die DS N°8 ist das zeitgenössische Flaggschiff des 2014 gegründeten Herstellers, der zum Stellantis-Konzern gehört.
05/2025
«Die französische Kunst des Reisens» schreiben die Verantwortlichen von DS Automobiles gewissermassen als Titel über ihre Fahrzeuge, deren grösster gemeinsamer Nenner ein avantgardistisches Design und ein beeindruckendes Niveau an (Fahr-)Komfort. Der DS N°8 kommt hierbei die Rolle des Flaggschiffs zu, eine Technologie namens DS Active Scan Suspension stimmt das Fahrwerk auf den Untergrund ab und lässt die präsente Limousine mit ihrer coupéhafter Formgebung in einer Art Schwebezustand abrollen. In dem beleuchteten Kühlergrill namens «Luminascreen», den auffälligen vertikalen Tagfahrlichtern («Lightblades») und der in Kontrastfarbe lackierten Motorhaube erinnert die DS N°8 an den Geist der Avantgarde aus den 1950er Jahre. Die französischen Designer und -Ingenieure haben sich die Freiheit herausgenommen, mit Konventionen zu brechen, eine Formensprache mit unkonventionellem Ausdruck zu verwenden, welche diese Limousine einzigartig erscheinen lässt.
Glatte Flächen und präzis platzierte scharfe Kanten prägen die Karosserie, die mit einem Luftwiderstandsbeiwert (Cx) von 0,24 aerodynamische Massstäbe setzt. Im Innern der -Limousine hingegen herrscht Raffinement, Komfort und fast schon spektakuläre Ruhe – eine der wichtigsten Qualitätskriterien elektrischer Fahrzeuge. Man habe sorgfältig Materialien, Texturen, Licht und Akustik abgestimmt, um das Reisen auf langen Strecken besonders angenehm zu machen.
Haute Couture im Innenraum
So reist man in einem Kokon aus hochwertigen Materialien, etwa mit Olivenblättern gegerbtes Nappaleder – ein traditionelles, ungiftiges, vollständig biologisch abbaubares Verfahren – oder das wildlederähnliche Alcantara mit einem Recyclinganteil von 68 Prozent. Das Design des Armaturenbretts folgt einem durchgängigen, fliessenden Aufbau ohne sichtbare Brüche. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die «Clous de Paris»-Guillochierung auf Lenkrad und Lüftungsdüsen sowie der Perlenstich auf Armaturenbrett und Armlehnen als charakteristische Merkmale der Marke. Gemeinsam mit dem Uhrenarmbanddesign des Nappaleders unterstreichen sie die Exklusivität und erinnern an eine weitere Disziplin handwerklicher Exzellenz aus Frankreich – jene der Haute Couture.
Dazu passt auch das Audiosystem des französischen Premiumherstellers Focal mit einem 690-Watt-Verstärker und vierzehn Lautsprechern für ein dreidimensionales Klangbild. In jedem Detail ist zu spüren, dass die Entwickler der DS N°8 die Aufgabe, ein elektrisches Reisefahrzeug für die moderne Zeit zu schaffen, mit grosser Ernsthaftigkeit angegangen sind, die im grossen Ganzen wie in jedem Detail zu genialen -Lösungen geführt hat.
Komfortabel und langstreckentauglich sind schliesslich die elektrischen Antriebe. Drei verschiedene Konfigurationen mit Front- oder Allradantrieb, 260 bis 375 PS Leistung und Reichweiten von 550, 688 oder gar 750 Kilometern (WLTP) stehen zur Auswahl. Ein Fahrerlebnis von «dynamischer Gelassenheit», verspricht der Hersteller – genau das, was man von einer genialen Reiselimousine erwartet. Und nicht zuletzt ist die DS N°8 ein Ausdruck einzigartigen französischen Stilbewusstseins.
