Geplantes Festival soll verhindert werden, weil sich dort Rechtsradikale treffen wollen. Oder doch nur «Corona-Skeptiker»? Oder einfach freiheitsliebende Schweizer?
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Geplantes Festival soll verhindert werden, weil sich dort Rechtsradikale treffen wollen. Oder doch nur «Corona-Skeptiker»? Oder einfach freiheitsliebende Schweizer?

Vom 18. bis zum 20. August sollte das «Freedom Festival 2023» stattfinden. Es wäre das erste Open-Air-Festival mit dem zentralen Thema Freiheit gewesen. Bezahlt werden sollte mit Bargeld und Bitcoin, ganz nach dem Motto «Anti-Überwachung».

Zu dem Anlass, der auf einem Bauernhof im bernischen Münsingen geplant war, hatten die Libertäre Partei, die Betreiber eines Bitcoin-Podcasts, die Grundrechtsaktivisten vom Team Freiheit und die Freiheitstrychler aufgerufen.

Geplantes Festival soll verhindert werden, weil sich dort Rechtsradikale treffen wollen. Oder doch nur «Corona-Skeptiker»? Oder einfach freiheitsliebende Schweizer?

Nun droht die Veranstaltung jedenfalls dort nicht stattzufinden. Denn der Gastgeber, Biobauer Urs Siegenthaler, fühlt sich von den Veranstaltern hintergangen. Diese hätten ihn nicht über die Inhalte des Festivals informiert. Er befürchtet, dass sich laut Medienberichten Corona-Skeptiker, Massnahmenkritiker, Verschwörungsgläubige und Staatsverweigerer auf seinem Land treffen.

Die erste Schlagzeile des Blicks sprach sogar von Rechtsradikalen – ohne dies zu belegen. Der Titel wurde wenig später in «Corona-Skeptiker» geändert.

Auch dass Gruppen wie Aufrecht, Aletheia oder Graswurzle mit Rednern vertreten sein sollen, geht den Medien zu weit. Neben dem Blick überbieten sich auch Nau.ch und Bern-Ost gegenseitig in ihren Warnungen. Minutiös werden alle möglichen verdächtigen Gruppierungen als Bedrohung gezeichnet.

Biobauer Siegenthaler, gleichzeitig grüner Gemeinderat, will nun den Vertrag mit den Veranstaltern kündigen. «Das Gedankengut stimmt überhaupt nicht mit meinen Ansichten überein. Ich will mich nicht dermassen exponieren», sagt er dem Blick.

Schützenhilfe erhält er vom grünen Münsinger Gemeindepräsidenten Beat Moser. Dieser will beantragen, «dass der Anlass nicht bewilligt wird».

Was soll man da noch sagen? Adieu, liebe Freiheit – schöne neue grüne Welt.

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