Das Amtsgericht Hamburg hat einen Klimaaktivisten nach einer Blockade am Flughafen lediglich verwarnt. Der Richter verzichtete auf weitergehende Strafen, obwohl die Staatsanwaltschaft 120 Arbeitsstunden gefordert hatte.
Der 21-Jährige hatte sich im Juli 2023 gemeinsam mit weiteren Aktivisten der «Letzten Generation» auf einem Rollfeld festgeklebt und damit den Flugbetrieb erheblich gestört. Infolge der Aktion wurden 68 Flüge gestrichen und 14 umgeleitet.
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Bereits zuvor war der Angeklagte in einem Zivilverfahren zusammen mit anderen Beteiligten zu Schadenersatzzahlungen von insgesamt fast einer halben Million Euro verurteilt worden.
Bei der Verhandlung im März hatte der 21-Jährige erklärt, er halte weiteres Engagement gegen den Klimawandel für vergebens und wolle sich künftig nicht mehr an solchen Aktionen beteiligen. Zur Urteilsverkündung erschien er aus familiären Gründen nicht.
Das Gericht sah trotz der erheblichen Auswirkungen der Blockade von weitergehenden strafrechtlichen Konsequenzen ab und beliess es bei einer Verwarnung.