«Gesichert rechtsextremistisch»: Nutzt diese Einstufung der AfD mehr, als sie ihr schadet?
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Gesichert rechtsextremistisch»: Nutzt diese Einstufung der AfD mehr, als sie ihr schadet?

Erfolgreiche Marken adressieren ein Bedürfnis, folgen einer klaren Identität, und das Wichtigste: Sie differenzieren sich vom Wettbewerb. Im Zweifelsfall gilt das Primat «Anders ist besser als besser».

Aus Sicht der Markenführung könnte die Einstufung der AfD als «gesichert rechtsextremistisch» durch den Verfassungsschutz der Partei eher nützen als schaden. Zumindest kurzfristig.

Denn die internationale Rechte und damit auch die AfD hat so etwas wie einen neuen Konservativismus begründet. Neben der nationalen Ausrichtung unterscheidet sich dieser im Habitus. Der Ton der traditionellen Bürgerlichkeit ist geprägt von Respekt und Anstand, hier manifestiert er sich in der Rüpelhaftigkeit.

CHRISTOPH SOEDER / KEYSTONE
epa12020810 German party Alternative for Germany (AfD) co-chairwoman Alice Weidel speaks in Berlin, Germany, 09 April 2025, about the coalition agreement between the CDU/CSU and SPD
CHRISTOPH SOEDER / KEYSTONE

Die Einstufung von offizieller Stelle stützt den Markenkern der AfD, indem sie das Märtyrer-Narrativ «Wir sagen die Wahrheit, deshalb macht uns das System mundtot» nährt. Eine Regel im Inszenierungshandwerk lautet, dass man die Figur des Königs nicht spielen kann. Sie wird durch das Verhalten der anderen Figuren erst belebt.

Der Verfassungsschutz bringt die Opferinszenierung der AfD erst recht zutage und bestärkt jene Kreise, die sich «abgehängt» fühlen und mit der liberalen Demokratie hadern. Was die Etikettierung «gesichert rechtsextremistisch» für das langfristige Überleben bedeutet, ist eine andere Frage.

Sympathisanten und Mitglieder mit Funktionen im öffentlichen Dienst riskieren Konsequenzen. Auch sollen staatliche Gelder dank der in Deutschland üblichen Parteienfinanzierung im Jahr 2022 die grösste Einnahmequelle der AfD gewesen sein. In der Logik der Markenführung müsste demnach nicht der brand, sondern das Geschäftsmodell neu gedacht werden.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.