Gewalt und sexuelle Übergriffe: Wie ein niederländisches Wohnprojekt mit Studenten und Asylbewerbern scheitert
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Gewalt und sexuelle Übergriffe: Wie ein niederländisches Wohnprojekt mit Studenten und Asylbewerbern scheitert

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Gewalt und sexuelle Übergriffe: Wie ein niederländisches Wohnprojekt mit Studenten und Asylbewerbern scheitert
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In 2018 startete in Amsterdam in den Niederlanden ein Wohnprojekt, in dem Asylbewerber und Studenten in einem Wohnblock untergebracht wurden. Das Konzept wurde nicht nur als wegweisende Wohnform zur Lösung der Wohnungsnot angepriesen, sondern auch als Integrationshilfe für Migranten. Insgesamt 125 Flüchtlinge wurden mit 125 niederländischen Studenten in einem Wohnblock in Stek Oost im Amsterdamer Stadtteil Watergraafsmeer untergebracht. Jetzt kommt heraus: Zahlreiche Studenten wurden Opfer sexueller Übergriffe und anderer Gewalt. Dennoch weigert sich die Gemeinde, das Wohnprojekt aufzulösen. Der Vertrag läuft bis 2028.

Screenshot YouTube/Stadgenoot
Gewalt und sexuelle Übergriffe: Wie ein niederländisches Wohnprojekt mit Studenten und Asylbewerbern scheitert
Screenshot YouTube/Stadgenoot

Aufgedeckt wurde der Skandal vom niederländischen Investigativmagazin Zembla. Studenten hatten dem Magazin von sexuellen Übergriffen, Belästigung, Stalking und Gewalt berichtet. Auch von Drogenhandel, Schlägereien und Gruppenvergewaltigungen war die Rede. Viele Fälle ereigneten sich schon vor einigen Jahren. Insgesamt zwanzig Anzeigen wurden in den letzten achtzehn Monaten von ehemaligen Studenten erstattet.

In zwei Fällen vergewaltigte ein syrischer Bewohner nacheinander zwei Studentinnen. Obwohl sich die erste Tat bereits 2019 ereignet und das Opfer bereits zu diesem Zeitpunkt Anzeige erstattet hatte, wurde der Täter erst 2024 verurteilt. Die Polizei hatte der jungen Studentin damals mitgeteilt, dass es nicht genügend Beweise für eine Anklage gäbe. Auch als eine weitere Bewohnerin Monate später Bedenken wegen des Syrers äusserte, passierte nichts. Dennoch weigerte sich die örtliche Behörde, den Mann aus dem Wohnprojekt zu werfen.

Als auch noch Mitarbeiter der Wohnungsbaugesellschaft von migrantischen Bewohnern bedroht wurden, erwog man kurzzeitig die Schliessung des Projektes, was die Gemeinde jedoch bis heute ablehnt, weil man nicht weiss, wo man die Menschen alternativ unterbringen soll. Und vielleicht auch, weil man sich nicht eingestehen will, dass die eigene Ideologie mal wieder an der Realität scheitert.

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