Eine demolierte Bundesstadt Bern, Dutzende beschädigte Häuser, ein beinahe abgefackeltes Traditionsrestaurant «Della Casa», achtzehn verletzte und teils hospitalisierte Polizisten – das ist die Bilanz der linksextremen Gewalttäter einer vorgeblichen «Palästina-Demonstration» vom letzten Samstag.
Dass die Linken ein massives Gewaltproblem haben, ist seit Jahren, seit Jahrzehnten bekannt. Die 68er (in Zürich zum Beispiel mit den «Globuskrawallen»), die «bleiernen» Terrorjahre der 1970er mit der Rote-Armee-Fraktion in Deutschland, die sogar politische Morde verübte, die «bewegten» 80er, die jährlichen Zerstörungsrituale am 1. Mai, Attacken auf politische Gegner, Banken, Geschäfte – bis in die Gegenwart. Linke Gewalt hat Tradition und System. In ihrem Kern liegt ein im Grunde antidemokratisches Denken.
Linke – von Kommunisten bis Sozialisten und Nationalsozialisten – verabscheuen den liberalen, demokratischen Ideenwettbewerb, die Politik der kleinen Schritte, des Pragmatismus, der Fehlerkorrektur in Wahlen und Abstimmungen, wie sie der freiheitliche Philosoph Karl Popper als Prinzip der Demokratie beschrieben hat. Sie meinen, Wahrheit, Recht und Moral gepachtet zu haben. Sie meinen zu wissen, wie nicht nur sie, sondern auch alle anderen zu leben haben. Sie wollen die Menschen zum angeblichen Glück, dessen Schlüssel sie zu kennen wähnen, zwingen.
Planwirtschaft und Diktatur sind deshalb keine Abirrungen des linken Wegs, sondern dessen logisches Ziel. Die Vorstufe dazu heisst nanny state, heisst Verbrenneraus, heisst Heizungsgesetz, heisst CO2-Strafsteuer, heisst Laubbläserverbot.
Wer nicht spurt, wer nicht ins ideologische Raster passt, wird im vollendeten Kommunismus, Sozialismus, Nationalsozialismus eingesperrt oder eliminiert. Im nicht vollendeten linken Universum, wie heute in der Schweiz, werden Andersdenkende (wie Repräsentanten der SVP), werden die Hüter des Gesetzes, des demokratischen Rechtsstaats zu Freiwild und Feinden erklärt und physisch bedroht und angegriffen.
Die linken Gewalttäter haben nicht das Gefühl, dass sie dabei Unrecht tun, sie sehen sich als Avantgarde einer besseren Welt – einer Welt, um ihre Parolen zu zitieren, ohne «Imperialismus», ohne «Kapitalismus», ohne «Zionismus». Judenfeindschaft findet sich, auch dies wurde bei der «Schande von Bern» nur allzu offensichtlich, im National- wie im Internationalsozialismus.
Das alles ist bekannt. Aber niemand tut etwas dagegen. Im Gegenteil: Politiker und Journalisten leisten dem inhumanen, antidemokratischen Treiben noch Vorschub, indem sie die linke Gewalt verharmlosen und sich auf eine «rechte» Gefahr versteifen, die nirgends existiert – ausser in ihren linksverdrehten Köpfen.