Mit welcher Hilflosigkeit die Berner Politik am Sonntag auf die schweren Ausschreitungen vom Samstag in der Bundesstadt reagierte, ist bezeichnend für das jahrelange Laisser-faire der Stadt Bern gegenüber diesen linksextremen Banden.
Berns Sicherheitsdirektor, der grüne Gemeinderat Alec von Graffenried, gab zu verstehen, dass man auf einen Grossaufmarsch vorbereitet gewesen sei, aber offenbar nicht gut genug. Statt langwierige Untersuchungen abzuwarten und auf politische Entscheide in ferner Zukunft zu hoffen, wäre eine klare Ansage nötig.
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Wenn gewaltbereite Demonstranten Backsteine, Stühle und andere Gegenstände auf Polizisten werfen, nehmen sie dabei schwere Verletzungen, im schlimmsten Fall sogar den Tod der Ordnungshüter in Kauf. Wäre es also nicht langsam an der Zeit, mit schwerem juristischem Geschütz aufzufahren und diese Leute auch wegen versuchten Totschlags vor Gericht zu ziehen? Müsste man diesen linken Mob, der sich hinter der Bezeichnung «Antifa» verbirgt, nicht endlich als kriminelle Organisation brandmarken?
Eine verstärkte Überwachung der Linksextremen durch den Nachrichtendienst, wie vom früheren Berner Polizeidirektor Nationalrat Reto Nause verlangt, reicht hier nicht mehr.
Es braucht jetzt eine klare Identifizierung der Personen, die an dieser Gewaltorgie beteiligt waren – inklusive einer höchstmöglichen Bestrafung. Nur das schafft wieder Vertrauen.