Urs Furrer lässt sich vom Nein gegen die SRF-Initiative nicht beirren. Der Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbands stellt in Aussicht, sich auch weiterhin gegen die SRG-Zwangsabgabe für Unternehmen einzusetzen. Firmen, die einen Umsatz von 500000 Franken und mehr machen, müssen weiterhin eine Abgabe zahlen. Man geht von einer Steuerbelastung von jährlich 180 Millionen Franken für den Schweizer Wirtschaftsstandort aus.
Dass sich die Gewerbler auch in Zukunft für ihre Interessen einsetzen wollen, bringt den SRG-Fanclub zum Toben, allen voran Reto Lipp. Der langjährige SRF-Wirtschaftsdirektor schreibt auf dem Kurznachrichtendienst X, Wirtschaftspolitiker müssten jetzt «mal die wirklich wichtigen Probleme der Schweiz» lösen. «Die Abstimmung zur SRG ist noch nicht ausgezählt - und der Gewerbeverband stellt schon die nächste Initiative gegen die SRG in Aussicht. Das kann nicht sein.»
Die Abstimmung zur SRG ist noch nicht ausgezählt - und der Gewerbeverband stellt schon die nächste Initiative gegen die SRG in Aussicht. Das kann nicht sein. Könnten die Wirtschaftspolitiker mal die wirklich wichtigen Probleme der Schweiz lösen?
— Reto Lipp (@retolipp) March 8, 2026
Mitte-Nationalrat Martin Candinas, der ähnlich wie Lipp von Steuergeldern und von der SRG lebt, möchte ebenfalls, dass man die SRG jetzt nicht mehr kritisieren darf. Nach dem klaren Nein solle sich das Schweizervolk mal endlich «zufriedengeben» und «stolz sein», so der Bündner im paternalistischen Ton. So viel zum Demokratie- und Wirtschaftsverständnis von Lipp, Candinas und Co.: Wer sich für die Steuerentlastung für Unternehmen und damit gegen einen aufgeblähten Staatsfunk ausspricht, soll gefälligst die Klappe halten.