Der Volkswagen-Konzern streicht in Deutschland bis 2030 rund 50.000 Stellen. Das teilte Vorstandschef Oliver Blume laut Unternehmensangaben in einem Schreiben an die Aktionäre mit. Hintergrund ist ein massiver Gewinneinbruch beim Autobauer.
Wie die Bild-Zeitung berichtet, sank der Nettogewinn des Konzerns im Jahr 2025 um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Damit erzielt Volkswagen das schwächste Ergebnis seit der Dieselkrise 2016. Als Gründe nennt das Unternehmen vor allem hohe Kosten für den Konzernumbau, US-Importzölle sowie Probleme bei der Sportwagentochter Porsche.
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Besonders stark fiel der Einbruch bei Porsche aus. Die Tochtergesellschaft erzielte operativ nur noch rund 90 Millionen Euro Gewinn – nach mehr als fünf Milliarden Euro im Jahr zuvor. Auch die Konzernrendite geriet unter Druck und lag bereinigt nur noch bei 4,6 Prozent.
Der Umsatz blieb dagegen mit rund 322 Milliarden Euro nahezu stabil. Weltweit verkaufte Volkswagen knapp neun Millionen Fahrzeuge. Während die Verkäufe in Europa und Südamerika zunahmen, gingen sie in Nordamerika und China zurück.
Der Konzern treibt gleichzeitig den Umbau zur Elektromobilität voran. Der Absatz von Elektroautos stieg deutlich, belastet jedoch weiterhin die Profitabilität, weil Entwicklung, Batterien und Produktion hohe Investitionen erfordern.