Die Kampagne, die Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider vorgestellt hat, ist mit der grossen Kelle angerichtet: Sie soll Jahre dauern, Millionen kosten und zahlreiche Amtsstellen, Organisationen und sogenannte NGOs einschliessen.
Das Motto heisst: «Gleichstellung verhindert Gewalt». Das Ziel: Die Bevölkerung für die Gewalt an Frauen, bis hin zu «Femizid», also Frauenmord, «sensibilisieren».
Auf Plakaten lesen wir dann Sätze wie: «Ein Blick genügt. Und du schweigst. Auch so beginnt Gewalt.» Oder: «Er weiss, wo du bist.» Oder: «Seine Grenzen zählen. Deine nicht.»
KEYSTONE/Peter Klaunzer
Möglicherweise ist das alles ja gutgemeint. Aber kommt es auch gut?
Leider muss man vermuten: Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird es kaum etwas bringen. Welcher Gewalttäter lässt sich schon von einer Gewalttat abbringen, weil er vielleicht irgendwann einmal ein solches Plakat gelesen hat? Und hat er überhaupt verstanden, was da steht?
Der ideologische Begriff der «Gleichstellung», im Unterschied zum rechtlichen Begriff der «Gleichberechtigung» und der «gleichen Rechte», zeigt bereits an, dass die Reise in die falsche Richtung, ins Nirwana, geht.
Die Kampagne hat aber vor allem einen grossen Haken: Sie verpeilt das eigentliche Problem. Die Gewalt gegen Frauen ist, statistisch belegt, in erster Linien ein Problem von Ausländern. Und da wieder von bestimmten Ausländergruppen. Darüber verliert der Bund, verliert Bundesrätin Baume-Schneider kein Wort.
Nein, nicht solche nutzlosen Plakate, nicht Gleichstellung verhindert Gewalt. Ein Asylstopp verhindert Gewalt.