Granit Xhaka erfindet sich neu: Der Schweizer ist für Sunderland ein Glücksfall
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Granit Xhaka erfindet sich neu: Der Schweizer ist für Sunderland ein Glücksfall

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Granit Xhaka erfindet sich neu: Der Schweizer ist für Sunderland ein Glücksfall
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Es scheint fast unerklärlich. Ein blutjunger Milliardenerbe aus dem Zürcher Seefeld, ein unbekannter französischer Trainer und er, der ewige Draufgänger Granit Xhaka, stürmen den spektakulärsten, teuersten Fussballzirkus.

Während grosse Nummern wie Cristiano Ronaldo in Saudiarabien ihre Retraite vergolden, unternimmt Granit Xhaka, 33, der Schweizer Rekord-Nationalspieler mit 141 Einsätzen, das Gegenteil. Er zieht in die finsterregnerische Hafenstadt Sunderland im Nordosten Englands, zu den Wurzeln des Fussballs. Und jetzt wird klar weshalb.

Copyright 2025 The Associated Press. All rights reserved
Sunderland's team captain Granit Xhaka, left, celebrates with his teammates at the end of the English Premier League soccer match between Chelsea and Sunderland in London, Saturday, Oct
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Der AFC Sunderland, gegründet 1879, ist als Aufsteiger die Überraschung der Premier League und Xhaka der Prophet und Dirigent, der das Wunder in Szene setzt. Vor diesem Weekend liegt die Mannschaft auf Platz vier, in der Champions League-Zone.

Der Trainer Régis Le Bris, 50, ein Bretone, der zuletzt zwei Jahre für den FC Lorient gearbeitet hatte, nennt Xhaka den «zweiten Trainer auf den Platz». Englische Medien, die ihn seit dem sieben Jahre dauernden Gastspiel bei Arsenal London kennen, auch als Hitzkopf, der vor keiner roten Karte zurückschreckte, überschlagen sich mit Komplimenten.

Xhaka wird mit dem Alter immer besser, strategischer Kopf, mitreissender Anführer, hilfsbereiter Ausputzer zugleich, erfindet für sich eine neue, umfassende Rolle jenseits der Systeme. Geblieben ist sein Gerechtigkeitssinn, der ihn in Konflikte mit den Schiedsrichtern bringt, sein martialischer Stolz, das Richtige zu tun. Auch der Traum, dass der Kosovo ein freies, unabhängiges Land wird. Das Selbstverständnis, zwei Vaterländer zu haben. Die Familie wollte ursprünglich nach Schweden auswandern, blieb dann aber in Basel hängen, wo Granit zur Welt kam.

Schon aufgegangen ist das Spiel für den Eigentümer der «Black Cats», Kyril Louis-Dreyfus, 28, der sich in Zürich als Freizeitkicker beim Quartierklub FC Seefeld in der vierten Liga tummelt. Der Spross des früheren Adidas-Besitzers und Olympique Marseille-Präsidenten Robert Louis-Dreyfus kaufte den AFC Sunderland 2022, damals noch zweitklassig, für einen Betrag zwischen 30 und 50 Millionen Pfund – heute ist er das Zehnfache wert, Tendenz steigend, dank Xhaka.

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