Grossbritannien verbietet Werbung für Süssigkeiten
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Grossbritannien verbietet Werbung für Süssigkeiten

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Die britische Regierung verbietet ab sofort die Vermarktung von Zucker- und Fettprodukten. Dies berichtet die Bild-Zeitung. Werbung für Schokolade, Chips, Eiscreme und ähnliche Produkte ist im Fernsehen vor 21 Uhr verboten – im Internet wurde sie vollständig untersagt. Ziel sei es, die grassierende Fettleibigkeit unter Kindern einzudämmen.

© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER
Ein Snickers-Schokoriegel, fotografiert am 7
© KEYSTONE / CHRISTIAN BEUTLER

Das neue Gesetz, das am 5. Januar in Kraft getreten ist, ist Teil eines umfassenderen Programms zur öffentlichen Gesundheitsförderung. Bereits 2018 hatte die konservative Regierung eine Zuckersteuer auf gesüsste Softdrinks eingeführt. Die derzeitige Labour-Regierung hat sie kürzlich auf Milchshakes und gekühlte Fertig-Kaffeegetränke ausgeweitet. Auch Sonderaktionen wie «zwei für eins» oder «drei für zwei» für ungesunde Lebensmittel wurden gestrichen.

Gesundheitsminister Wes Streeting begründete die Massnahmen im Parlament mit dem Hinweis auf eine «besondere Gefährdung von Kindern». Fettleibigkeit raube ihnen «den bestmöglichen Start ins Leben» und treffe vor allem ärmere Familien. Zugleich werde der chronisch überlastete staatliche Gesundheitsdienst NHS entlastet.

Die Regierung rechnet laut eigenen Angaben mit einer Reduktion des Kalorienkonsums von bis zu 70 Milliarden Kalorien jährlich bei Kindern. So könnten 20.000 Fälle von Fettleibigkeit verhindert und über zwei Milliarden Euro an Gesundheitskosten eingespart werden.

In Grossbritannien ist jedes zehnte Kind mit vier Jahren fettleibig, jedes fünfte leidet mit fünf Jahren bereits an Karies.

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