Was sich die Grünen-Fraktions-Chefin Aline Trede im letzten «Sonntalk» von Tele Züri leistete, war gelinde gesagt unterirdisch. Es ging um die Klimaszenarien, welche die ETH Zürich und Meteo Schweiz vor einigen Tagen veröffentlicht hatten. Während SVP-Nationalrat Thomas Matter mit Zahlen und Fakten argumentierte, schnitt die Berner Nationalrätin Grimassen, verdrehte die Augen oder schüttelte den Kopf. Sorry, aber das war stil- und respektlos.
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Zu bieten hatte sie selbst sonst nicht viel, ausser dass wir die Dekarbonisierung schneller voranbringen müssten, so die Bernerin. Später gab sie dann auch noch zu verstehen: «Privatjetflüge in unserem Land braucht es einfach nicht». Ist ihr eigentlich bewusst, was sie da von sich gibt?
Will sie in dem Fall auch die Flugzeugwerke Pilatus in Emmen zusperren lassen? Dieses Unternehmen produziert ja bekanntlich erstklassige Privatjets.
Was ist mit dem Bundesratsjet, der auch von Grünen-Politikerinnen gerne benutzt wird, darf der in Zukunft nicht mehr fliegen? Fertig lustig ist es dann auch für Topmanager, die bis jetzt unabhängig vom Flugplan der Fluggesellschaften diskret von einem Termin zum anderen reisen können und für die der Privatjet halt eben auch ein Sicherheitsfaktor ist.
Es ist einfach hanebüchen, was die Grünen immer wieder an Verboten und Geboten aus dem Hut zaubern. Vor allem sticht dabei die Aversion der Linken und Grünen gegen alles, was mit Reichtum zu tun hat, hervor, wie jetzt wieder mit den Privatjets.
Als würde das etwas bringen. Fakt ist: «Seit 1990 haben wir unsere Emissionen pro Kopf um über 40 Prozent reduziert. China dagegen hat seinen Ausstoss in derselben Zeit verfünffacht», wie SVP-Nationalrat Matter in der Sendung ausführte.
Mit anderen Worten: Was auch immer wir in der Schweiz an Massnahmen planen und umsetzen, es hat auf den Klimawandel so viel Wirkung wie ein Vogelschiss, verteuert aber unser Leben.