Waffenstillstand. Ultimatum. Sanktionen. Dreiergipfel.
Worte, die Wladimir Putin nicht gerne hört.
Und siehe da: Nichts davon wurde nach seinem Treffen mit Donald Trump in Anchorage erwähnt.
Knapp zwölf Minuten dauerte die irreführend Pressekonferenz genannte Veranstaltung, bei der keine Fragen zugelassen waren und die beiden Protagonisten rhetorisch warme Luft absonderten.
So gesehen war der Alaska-Gipfel ein Punktsieg für Putin – der überdies viel agiler, alerter und aufgekratzter wirkte als ein ungewöhnlich müder, matter und mürrischer Trump.
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Hinter verschlossenen Türen wurden natürlich alle wichtigen Themen angesprochen, auch jene, die Putin nicht gerne hört. Doch fürs Erste kann er zufrieden sein. Er traf den mächtigsten Mann der Welt auf Augenhöhe. Und er kann den Vormarsch seiner Truppen ungestört fortsetzen, um rasch auf dem Schlachtfeld vollendete Tatsachen zu schaffen.
Die gute Nachricht: Es wird geredet. Auch mit einem Mann wie Putin.