Die Blockade der Strasse von Hormus kostet das deutsche Schifffahrtsunternehmen Hapag-Lloyd jede Woche Dutzende Millionen Dollar. Firmenchef Rolf Habben Jansen beziffert die zusätzlichen Ausgaben auf 40 bis 50 Millionen Dollar pro Woche.
Hapag-Lloyd gehört zu den weltweit grössten Container-Reedereien und transportiert Güter rund um den Globus – von Rohstoffen bis zu Konsumwaren. Entsprechend stark fallen Störungen wichtiger Handelsrouten ins Gewicht.
AP2009
Die Mehrkosten entstehen vor allem durch deutlich höhere Treibstoffpreise sowie steigende Versicherungs- und Lagerkosten. «Das können wir auch nicht so locker absorbieren», sagte Habben Jansen. Ein Teil der Belastung wird daher an die Kunden weitergegeben.
Hinzu kommen direkte Auswirkungen auf den Betrieb: Sechs Schiffe des Unternehmens sitzen derzeit mit rund 150 Besatzungsmitgliedern im Persischen Golf fest und können nicht auslaufen. Die Versorgung der Crews ist gesichert, die Lage bleibt jedoch angespannt.
Auslöser ist die Blockade der Strasse von Hormus durch den Iran im Zuge des Kriegs mit den USA und Israel. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl und Gas weltweit. Zwar dürfen einzelne Schiffe passieren, der Verkehr ist jedoch stark eingeschränkt.