Hohe Energiepreise und CO₂-Abgaben: Chemie-Industrie erwartet schlechtere wirtschaftliche Zukunft
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

Hohe Energiepreise und CO₂-Abgaben: Chemie-Industrie erwartet schlechtere wirtschaftliche Zukunft

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
Hohe Energiepreise und CO₂-Abgaben: Chemie-Industrie erwartet schlechtere wirtschaftliche Zukunft
Hohe Energiepreise und CO₂-Abgaben: Chemie-Industrie erwartet schlechtere wirtschaftliche Zukunft
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Das Geschäftsklima in der deutschen Chemieindustrie ist im März deutlich eingebrochen. Laut dem Ifo-Institut fiel der entsprechende Index auf minus 25,0 Punkte nach minus 16,7 im Februar. Negative Werte zeigen an, dass die Mehrheit der Unternehmen die Lage pessimistisch bewertet.

Auch die aktuelle Geschäftssituation wird deutlich schlechter eingeschätzt. Der Indikator sank von minus 21,2 auf minus 31,9 Punkte. Die Erwartungen für die kommenden Monate trübten sich ebenfalls ein und fielen von minus 12,1 auf minus 17,9 Punkte. «Die Folgen der Kriegshandlungen im Nahen Osten treffen die ohnehin angeschlagene Chemiebranche mit voller Wucht», erklärte Ifo-Expertin Anna Wolf.

JAN WOITAS / KEYSTONE
Anlagen von Dow Chemical im Chemiepark Böhlen (Symbolbild)
JAN WOITAS / KEYSTONE

Als zentrale Belastungsfaktoren gelten hohe Energiepreise, steigende CO₂-Kosten sowie strukturelle Wettbewerbsprobleme. Insbesondere die Gaspreise liegen seit der Umstellung auf Flüssigerdgas weiterhin über dem Vorkrisenniveau. LNG ist aufgrund von Verflüssigung, Transport und Wiederaufbereitung deutlich teurer als Pipelinegas. Hinzu kommen staatliche Abgaben und Umlagen, die laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW rund ein Viertel des Gaspreises für Industriekunden ausmachen.

Auch der CO₂-Preis ist gestiegen. Laut BDEW erhöhte er sich von durchschnittlich 66,46 Euro pro Tonne im Jahr 2024 auf 88,52 Euro im Jahr 2026. Unternehmen müssen diese Zertifikate im Rahmen des EU-Emissionshandels erwerben. Gleichzeitig wird die Menge der verfügbaren Zertifikate reduziert, was die Preise weiter steigen lässt.

Der Verband der Chemischen Industrie warnt vor erheblichen Folgen. In einem Positionspapier heisst es: «Die Erdgaskosten der Industrie in Deutschland befinden sich auf einem untragbar hohen Niveau und gefährden die internationale Wettbewerbsfähigkeit.» Bereits 2025 lag die Kapazitätsauslastung nur noch bei 72,5 Prozent und damit deutlich unter der Rentabilitätsschwelle. Produktion und Umsatz gingen ebenfalls zurück.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 09.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.