Der schleppende Ausbau von Ladesäulen gefährdet das EU-Ziel, den Umstieg auf Elektromobilität voranzutreiben. Dies berichtet Euractiv unter Berufung auf einen Datenreport des Energietechnologie-Unternehmens GridX zur Ladeinfrastruktur in Europa.
Demnach gibt es in der EU derzeit 882.020 öffentliche Ladepunkte – deutlich weniger als die geplanten 3,5 Millionen bis 2030. «Um das EU-Ziel zu erreichen, müssten jährlich rund 410.000 öffentliche Ladepunkte installiert werden – fast dreimal so viele wie derzeit», warnt GridX.
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Besonders in Osteuropa und Südeuropa hinkt der Ausbau hinterher. Zwar ist die Zahl der Ladepunkte EU-weit um 37 Prozent gestiegen, doch Stromnetzprobleme, hohe Kosten und Genehmigungshürden bremsen vielerorts den Fortschritt.
Laut GridX bleibt das «Zusammenspiel von begrenzter Batteriereichweite und unzureichender Ladeinfrastruktur» ein zentrales Hemmnis für längere Fahrten. 73 Prozent der Befragten nutzen ihr E-Auto fast ausschliesslich für Kurzstrecken.