Der Attentäter Taleb A., der Ende 2024 mit einem Auto in den Magdeburger Weihnachtsmarkt raste und dabei sechs Menschen tötete, hat in einem Brief aus der Justizvollzugsanstalt Dresden neue Gewaltfantasien formuliert. In dem achtseitigen Schreiben, das der Volksstimme vorliegt, bekennt sich der 50-Jährige nicht nur erneut zur Tat – er droht explizit mit weiteren Angriffen: «Ich bin jetzt stolz auf den 20. Dezember und jetzt bereit, weitere Deutsche mit meiner Hand zu schlachten.»
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Die Naumburger Generalstaatsanwaltschaft wollte den Brief bislang weder bestätigen noch dementieren. Laut Medienberichten halten Ermittler ihn jedoch für authentisch. Ausschlaggebend sei der Abgleich mit einem bereits zuvor sichergestellten handschriftlichen Testament.
Taleb A., ein gebürtiger Saudi, war in Deutschland als Psychiater tätig. Er sieht sich laut Schreiben als Opfer angeblicher Justizfehler – unter anderem wegen eingestellter Strafanzeigen. Ein verlorenes Verfahren gegen die Säkulare Flüchtlingshilfe soll ihn zusätzlich radikalisiert haben. Ursprünglich plante er laut eigenen Angaben Anschläge auf ein Café oder die Staatsanwaltschaft Magdeburg – entschied sich aber letztlich für die Tat mit einem Auto auf dem Weihnachtsmarkt.
Das Schreiben vom 26. März 2025 dokumentiert detailliert seine Tatplanung. Besonders brisant: Wäre es ihm möglich, so schreibt Taleb A., würde er den Anschlag «noch einmal begehen».