«Ich hätte im Erdboden versinken können»: ARD-Show-Teilnehmer spricht von «peinlicher politischer Inszenierung» in der Sendung «Die 100»
Suchbegriff

Die Weltwoche bietet tägliche Analysen, exklusive Berichte und kritische Kommentare zu Politik, Wirtschaft und Kultur.

Konto Anmelden
Abonnemente
Jedes Abo eine Liebeserklärung an die Meinungsvielfalt.
AboDigital
Für alle, die Online lesen wollen
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
AboPrint & Digital
Printausgabe & digital jederzeit dabei
Wöchentliche Printausgabe
Alle Artikel online lesen
E-Paper inklusive
App (iOS & Android)
Sind Sie noch nicht überzeugt? Details zu den Abos
Die Weltwoche

«Ich hätte im Erdboden versinken können»: ARD-Show-Teilnehmer spricht von «peinlicher politischer Inszenierung» in der Sendung «Die 100»

Anhören ( 1 min ) 1.0× +
«Ich hätte im Erdboden versinken können»: ARD-Show-Teilnehmer spricht von «peinlicher politischer Inszenierung» in der Sendung «Die 100»
«Ich hätte im Erdboden versinken können»: ARD-Show-Teilnehmer spricht von «peinlicher politischer Inszenierung» in der Sendung «Die 100»
0:00 -0:00
1.0×
100%
Mehr ▾

Nach der ARD-Show «Die 100» regt sich Kritik an der Sendung – nicht von aussen, sondern aus dem Inneren. Teilnehmer Tobias Berodt schildert dem Nachrichtenportal Nius seine Eindrücke von einem Abend, den er als «politisch inszeniert» und «peinlich» beschreibt. Besonders ein Moment sei ihm unangenehm in Erinnerung geblieben: der sogenannte Hautfarben-Test, bei dem einer der wenigen nicht weissen Teilnehmer im Studio als Anschauungsobjekt herhalten musste.

«Ich hätte im Erdboden versinken können»: ARD-Show-Teilnehmer spricht von «peinlicher politischer Inszenierung» in der Sendung «Die 100»

«Der peinlichste Moment war mit Abstand dieses Rassismus-Debakel», sagte Berodt. «Dass sie da dem einzigen Schwarzen im gesamten Raum die Hautfarben-Karte rangehalten haben – also ekelhafter ging es ja wohl gar nicht mehr.»

Die ARD-Sendung, in der hundert Bürgerinnen und Bürger zu aktuellen politischen Themen diskutieren, gerät damit erneut in die Kritik. Bereits zuvor war hinterfragt worden, wie transparent der Auswahlprozess der Teilnehmer verläuft. Berodt, ein Energieberater aus Mecklenburg-Vorpommern, spricht von einer «sehr politischen» Vorauswahl: «70 bis 80 Prozent der Leute da waren eher grün, SPD oder Linke.» Themen wie das AfD-Verbotsverfahren oder die Energiewende seien bei den Vorgesprächen gezielt abgefragt worden.

Auch der Verlauf der Show habe ihn zunehmend irritiert. Als er sich gegen ein AfD-Verbot aussprach, habe sich die Stimmung spürbar abgekühlt. Andere Szenen, wie eine als «Flüchtlingspredigt» inszenierte Ansprache der Moderatorin Anna Planken direkt von einem Feldbett, kommentiert Berodt mit sichtbarem Unverständnis.

Sein Fazit: Die ARD-Show habe sich mehr wie ein inszeniertes PR-Spektakel für die Regierung denn wie eine offene Debatte über Politik angefühlt. «Ich habe früh gemerkt, dass irgendwas voll in die falsche Richtung läuft», so der Teilnehmer. Die ARD hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäussert.

Abonnement
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Zahlungsart
4. Abo prüfen
1. Start
2. Ihre Angaben
3. Abo prüfen
Startdatum: 01.04.2026
Mit der Bestellung akzeptieren Sie unsere AGBs.
Ihre Angaben
  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
  • Dieses Feld wird bei der Anzeige des Formulars ausgeblendet
    (Newsletter kann jederzeit wieder abbestellt werden)

Netiquette

Die Kommentare auf weltwoche.ch/weltwoche.de sollen den offenen Meinungsaustausch unter den Lesern ermöglichen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, dass in allen Kommentarspalten fair und sachlich debattiert wird.

Das Nutzen der Kommentarfunktion bedeutet ein Einverständnis mit unseren Richtlinien.

Scharfe, sachbezogene Kritik am Inhalt des Artikels, an Protagonisten des Zeitgeschehens oder an Beiträgen anderer Forumsteilnehmer ist erwünscht, solange sie höflich vorgetragen wird. Wählen Sie im Zweifelsfall den subtileren Ausdruck.

Unzulässig sind:

  • Antisemitismus / Rassismus
  • Aufrufe zur Gewalt / Billigung von Gewalt
  • Begriffe unter der Gürtellinie/Fäkalsprache
  • Beleidigung anderer Forumsteilnehmer / verächtliche Abänderungen von deren Namen
  • Vergleiche demokratischer Politiker/Institutionen/Personen mit dem Nationalsozialismus
  • Justiziable Unterstellungen/Unwahrheiten
  • Kommentare oder ganze Abschnitte nur in Grossbuchstaben
  • Kommentare, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben
  • Kommentarserien (zwei oder mehrere Kommentare hintereinander um die Zeichenbeschränkung zu umgehen)
  • Kommentare, die kommerzieller Natur sind
  • Kommentare mit vielen Sonderzeichen oder solche, die in Rechtschreibung und Interpunktion mangelhaft sind
  • Kommentare, die mehr als einen externen Link enthalten
  • Kommentare, die einen Link zu dubiosen Seiten enthalten
  • Kommentare, die nur einen Link enthalten ohne beschreibenden Kontext dazu
  • Kommentare, die nicht auf Deutsch sind. Die Forumssprache ist Deutsch.

Als Medium, das der freien Meinungsäusserung verpflichtet ist, handhabt die Weltwoche Verlags AG die Veröffentlichung von Kommentaren liberal. Die Prüfer sind bemüht, die Beurteilung mit Augenmass und gesundem Menschenverstand vorzunehmen.

Die Online-Redaktion behält sich vor, Kommentare nach eigenem Gutdünken und ohne Angabe von Gründen nicht freizugeben. Wir bitten Sie zu beachten, dass Kommentarprüfung keine exakte Wissenschaft ist und es auch zu Fehlentscheidungen kommen kann. Es besteht jedoch grundsätzlich kein Recht darauf, dass ein Kommentar veröffentlich wird. Über einzelne nicht-veröffentlichte Kommentare kann keine Korrespondenz geführt werden. Weiter behält sich die Redaktion das Recht vor, Kürzungen vorzunehmen.