«Ich will zurück nach Deutschland»: Warum ein 23-jähriger Syrer seine Rückkehr in die Heimat bereut
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«Ich will zurück nach Deutschland»: Warum ein 23-jähriger Syrer seine Rückkehr in die Heimat bereut

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«Ich will zurück nach Deutschland»: Warum ein 23-jähriger Syrer seine Rückkehr in die Heimat bereut
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Der 23-jährige Syrer Fadi Mohammad bereut seine freiwillige Rückkehr aus Deutschland in die nordwest­syrische Provinz Idlib und strebt erneut eine Einreise in die Bundesrepublik an, wie die Zeitung Die Welt berichtet.

Mohammad sagte bei einem Treffen nahe Idlib: «Ich will zurück nach Deutschland.» Weiter: «Wer in Europa gelebt, dort gelernt, sich kulturell und intellektuell weiterentwickelt und gearbeitet hat, kann sich in Syrien nicht einfach wieder anpassen.»

BILAL AL-HAMMOUD / KEYSTONE
Strassensituation in Hass, syrische Provinz Idlib.
BILAL AL-HAMMOUD / KEYSTONE

Nach Angaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge sind seit dem Sturz von Langzeitherrscher Baschar al-Assad bis Ende November 2025 insgesamt 3262 Syrer über das Bund-Länder-Programm Reag/Garp mit staatlicher Unterstützung in ihr Heimatland zurückgekehrt. Wie viele von ihnen ihre Entscheidung später bereuen, wird statistisch nicht erfasst.

Mohammad hatte knapp zwei Jahre mit einer befristeten Aufenthaltserlaubnis in Deutschland gelebt, wo er Sprach- und Integrationskurse besuchte. Heimweh, politische Debatten über Rückführungen sowie positive Darstellungen der Lage in sozialen Medien hätten ihn zur Rückkehr bewogen. «Dort werden eine angebliche Entwicklung, Wohlstand und eine Rückkehr zum normalen Leben gezeigt. Die Realität ist aber völlig anders», sagte er.

In Idlib lebt Mohammad heute in einer spärlich eingerichteten Zweizimmerwohnung. Er berichtet von sozialem Druck und einer deutlich konservativeren Gesellschaft. Nach seiner Rückkehr habe er zeitweise unter Suizidgedanken gelitten. Ein mit Erspartem eröffnetes Schnellrestaurant musste er mangels Kundschaft schliessen.

Die Sicherheitslage in Syrien bleibt angespannt. In der Region um Aleppo kam es zuletzt zu Gefechten zwischen Regierungstruppen und kurdisch geführten Kräften, zudem verübte der sogenannte Islamische Staat wiederholt Anschläge.

Mohammad erhielt für seine freiwillige Ausreise eine Zusage über insgesamt 3200 Euro Unterstützung. Nun plant er, mit einem regulären Arbeitsvisum nach Deutschland zurückzukehren und eine Ausbildung in der Pflege zu beginnen. «Deutschland braucht doch Menschen, die diese Jobs machen», sagte er.

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