Das Ifo-Institut bestätigt in seiner Konjunkturbefragung für das dritte Quartal 2025 eine anhaltend schwache Auftragslage in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Demnach berichten 37 Prozent der Unternehmen im Oktober über Auftragsmangel – nur leicht unter den 38 Prozent vom Juli und deutlich über dem langjährigen Durchschnitt.
A4364/_DANIEL BOCKWOLDT / KEYSTONE
Ifo-Umfragenleiter Klaus Wohlrabe sagt: «Der Weg aus der Auftragsflaute ist noch lang.» Ursachen seien eine «konjunkturell bedingte Nachfrageschwäche» sowie «zu hohe Kosten und damit mangelnde preisliche Wettbewerbsfähigkeit». Besonders betroffen sind Metall- und Papierindustrie, wo 45 Prozent der Betriebe über zu wenige Aufträge klagen. In der Chemiebranche liegt der Anteil bei 39 Prozent, die Kapazitätsauslastung sank dort auf 71 Prozent.
Entlastung zeigt sich nur im Automobilsektor: Der Anteil betroffener Betriebe fiel von 39 auf 29,5 Prozent.
Laut Ifo wird für 2025 mit rund 25.000 Betriebsaufgaben gerechnet. Dienstleister und Handel spüren die Folgen der Industrieschwäche besonders stark: Ein Drittel der Dienstleister meldet fehlende Aufträge, im Beherbergungsgewerbe sind es 52 Prozent, im Einzelhandel 48 Prozent.