Im von Israel besetzten Westjordanland sind deutsche Journalisten von radikalen Siedlern angegriffen worden
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Die Weltwoche

Im von Israel besetzten Westjordanland sind deutsche Journalisten von radikalen Siedlern angegriffen worden

Im palästinensischen Dorf Sindschil ist ein Fernsehteam der Deutschen Welle (DW) von radikalen israelischen Siedlern angegriffen worden. Wie der Sender mitteilt, wurden die Korrespondentin und ihr Kameramann mit Steinen beworfen und verfolgt. Beide blieben unverletzt, das Fahrzeug wurde jedoch stark beschädigt. Die DW war vor Ort, um über einen Protest gegen Siedlergewalt zu berichten.

EMILIO MORENATTI / KEYSTONE
Palestinians throw stones at Israeli military vehicles, not seen, during an Israeli army operation in the West Bank City of Nablus, Sunday Feb
EMILIO MORENATTI / KEYSTONE

Neben der Deutschen Welle waren auch Reporter der AFP, der New York Times und der Washington Post betroffen. Die Journalisten trugen deutlich erkennbare Pressewesten. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) fordert nun Aufklärung und strafrechtliche Konsequenzen. DJV-Vorsitzender Mika Beuster erklärte: «Es kann nicht sein, dass radikale Siedler ungestraft Jagd auf Medienschaffende machen. Das darf nicht ohne Folgen bleiben.»

Auch Deutschlands Botschafter in Israel, Steffen Seibert, zeigte sich besorgt. Auf X schrieb er: «Die Pressefreiheit – und damit die Sicherheit von Journalistinnen und Journalisten – ist die unverzichtbare Säule jeder Demokratie.»

Sindschil liegt im von Israel besetzten Westjordanland. Der Ort wurde kürzlich durch einen israelischen Zaun teilweise von der Hauptverkehrsroute getrennt. Laut Bewohnern sind dadurch der Zugang zum Dorf erschwert und Ernten zerstört worden.

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