Es ist ein Kreuz mit den Jungspunden. Ob schwarz, rot oder blau – immer gehen sie den Alten auf die Nerven.
Am leichtesten hatte es noch die AfD mit ihrem wirren Hitler-Wiedergänger auf dem Jugendkongress. Der verschwand ratzfatz in der Versenkung.
Schwieriger ist es zwischen Junger Union und CDU-Mutter. Da scheint im Rentenstreit das Tischtuch unflickbar zerschnitten.
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Nun mucken auch die Jusos auf. Auf ihrem Kongress grillten sie ausgerechnet ihre Schutzpatronin: die linke SPD-Chefin und Arbeitsministerin Bärbel Bas.
Die knickte prompt ein. Die Reform des Bürgergeldes, eigentlich von Schwarz-Rot schon abgesegnet, will sie noch mal verhandeln.
Anders als das Rentenpaket. Da gilt das sozialdemokratische Basta.
Und weil sie so schön in Fahrt war, erklärte sich die alte mit den jungen Sozialisten solidarisch im Kampf gegen den gemeinsamen Feind: die Kapitalisten. Pardon, die Arbeitgeber.
Man glaubt, dass Lars Klingbeil den Kanzler zum Tanzbären macht und er selbst die Handpuppe von Bas ist. Doch ihr Auftritt hat klargemacht, wer wirklich den Ton bestimmt. Radikale Linke inner- und ausserhalb der SPD.
Merz aber spielt die Rolle seines Lebens: die des nützlichen Idioten.