Deutschlands Industrie ächzt unter Auftragsmangel, hohen Kosten und zunehmendem Konkurrenzdruck aus dem Ausland – mit dramatischen Folgen für den Arbeitsmarkt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, könnten erstmals seit 15 Jahren wieder mehr als drei Millionen Menschen ohne Job sein.
Besonders betroffen ist die Autoindustrie: Innerhalb eines Jahres fielen rund 50.000 Stellen weg. Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer warnt, dass der Abbau weitergehe – nicht zuletzt wegen der neuen Strafzölle unter US-Präsident Trump und der beginnenden Standortverlagerungen.
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Auch der Maschinenbau steht unter Druck. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Horváth droht bis 2029 der Verlust jeder fünften Stelle – ausgelöst durch harte Konkurrenz aus China. In der Chemiebranche planen Unternehmen wie Evonik und Lanxess bereits konkrete Einschnitte: insgesamt 2000 Jobs sollen wegfallen.
Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer sieht die deutsche Industrie in einem «massiven Stellenabbau». Besonders hart treffe es das verarbeitende Gewerbe, darunter Metall-, Elektro- und Stahlbetriebe.
Selbst das Handwerk, traditionell krisenresistent, wankt. Über 5 Millionen Beschäftigte sehen sich laut Bericht mit explodierenden Energie- und Personalkosten konfrontiert. Firmenpleiten und Entlassungen drohen.
Hinzu kommt die Kaufzurückhaltung der Konsumenten. Im Einzelhandel und der Gastronomie wackeln laut GfK-Zahlen Zehntausende Jobs, weil Menschen aus Sorge ums Einkommen sparen.