Bald ist er weg, Petros Mavromichalis, der EU-Botschafter in der Schweiz. In einem Interview mit dem Tages-Anzeiger lässt der Grieche durchblicken, dass er der Schweiz wohl keine allzu grosse Träne nachweinen wird.
Auf die Frage, was ihn hier am meisten genervt hat, sagt er: «immer wieder dieselben Fragen beantworten zu müssen zur dynamischen Rechtsübernahme sowie zur Überbevölkerung, die angeblich durch die Personenfreizügigkeit verursacht werde».
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Es wird klar: Die direkte Demokratie mit ihren breiten und ja, auch langwierigen Debatten ödet den EU-Botschafter an. Mavromichalis kann auch die Skepsis gegenüber der Massenzuwanderung nicht verstehen.
Wie oft hat sich der Diplomat in seiner Zeit in der Schweiz wohl im öffentlichen Verkehr bewegt? Wie oft musste er selbst eine Wohnung suchen? Jetzt zieht es ihn nach Uruguay, angeblich «die Schweiz Südamerikas», wie er sagt. In diesem Sinn: Adios.