In der Schweiz löst das Badeverbot für Ausländer in Pruntrut einen Sturm der Entrüstung aus. Im benachbarten Frankreich stösst die Massnahme auf Verständnis
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In der Schweiz löst das Badeverbot für Ausländer in Pruntrut einen Sturm der Entrüstung aus. Im benachbarten Frankreich stösst die Massnahme auf Verständnis

Die Gemeinde Pruntrut sperrte ihre Badeanstalt für Ausländer ohne Arbeitsvertrag in der Schweiz. Eigentlich müssten die betroffenen Regionen Frankreichs auf die Barrikaden steigen.

Doch passiert ist genau das Gegenteil: Zwar berichteten auch in der französischen Grenzregion die Medien über das Badi-Verbot von Pruntrut. Aber das Vorgehen der jurassischen Gemeinde stösst hier auf grosses Verständnis. Die Massnahme wird begrüsst.

© KEYSTONE / PETER KLAUNZER
View of the public outdoor swimming pool in Porrentruy, Switzerland, Friday, July 4, 2025
© KEYSTONE / PETER KLAUNZER

Denn die Franzosen kennen das Problem bestens: In einem Aquapark von Mornant südlich von Lyon zum Beispiel musste vor wenigen Tagen ein Stosstrupp der Gendarmerie die Badi stürmen, weil dreissig Jugendliche im Schwimmbad andere Badegäste terrorisierten.

Es ist übrigens auch nicht das erste Mal, das Pruntrut Franzosen von der Badi ausschliesst. 2020 griff die Gemeinde bereits einmal zu einer solchen Massnahme, nachdem sich eine Muslimin aus Frankreich im Burkini in der Badi präsentiert sowie eine Gruppe von zwanzig Jugendlichen aus dem französischen Belfort Badegäste belästigt und bedroht hatte. Bei der Durchsuchung durch die Polizei wurden bei ihnen ausserdem Schlagstöcke und Waffen sichergestellt.

Damals meldete sich auch SP-Präsident Christian Levrat (inzwischen ist er Präsident der Post) zu Wort und drohte mehr oder weniger Tourismus Schweiz mit Subventionskürzungen – als handele es sich bei den Rüpel-Franzosen in der Badi um harmlose Touristen.

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