Das Bundesamt für Statistik hat in den letzten Tagen bekanntgegeben, dass 2024 die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau mit 1,29 auf dem tiefsten Stand seit Messbeginn liegt. Diese Neuigkeiten überraschen eigentlich nicht. Eltern müssen heute viel mehr Faktoren berücksichtigen, wenn es um Familiengründung geht, als zum Beispiel die Babyboomer in den 1950er und 1960er Jahren.
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Der Nachwuchs kostet im 21. Jahrhundert deutlich mehr, denn Wohn-, Energie-, Mobilitätskosten, Lebensmittel, Haushaltsgüter, Krankenkassenprämien – sie alle steigen kontinuierlich. Deshalb ist es heute fast unerlässlich, dass beide Elternteile in einem reduzierten Pensum werktätig sind.
Auf den ersten Blick eine praktische Lösung, im Alter aber müssen sie bei der AHV und der Pensionskasse mit beträchtlichen Einbussen rechnen. Dieses beliebte Teilzeitmodell verlangt in den meisten Fällen auch noch nach einem Kita-Platz, wenn keine rüstigen und willigen Grosseltern mithelfen können – ein Budgetposten, der den Haushaltsetat zusätzlich belastet. Dann muss man entscheiden, ob man das eigene in die öffentliche Schule schickt, wo das Kind als Schweizer in der Minderheit ist. Eine Privatschule ist dagegen nicht für alle erschwinglich.
Das alles ist nicht gerade dazu angetan, dass Schweizerinnen und Schweizer verstärkt Kinder in die Welt setzen. Stattdessen subventionieren wir die Kinder von Migranten – die auch mehr Kinder gebären als Schweizerinnen.
Spätestens da geht wohl den meisten Paaren die Puste aus, und das Projekt Nachwuchs geht in der Kostenlawine unter.